Tschetschenien Rebellenchefs rufen Waffenruhe aus

Im tschetschenischen Kriegsgebiet könnte sich sie Lage zeitweise etwas beruhigen: Die Rebellenführer Aslan Maschadow und Schamil Bassajew haben die Unabhängigkeitskämpfer in der russischen Kaukasus-Republik offenbar für Februar zu einer Waffenruhe aufgefordert.


Moskau - Die Anordnung habe Maschadow bereits am 14. Januar als Zeichen des guten Willens erlassen, hieß es am Mittwoch auf einer Internetseite der Rebellen. Die Autoren der Website beriefen sich auf einen Vertrauten von Milizenchef Schamil Bassajew, der als Hauptverdächtiger für das Geiseldrama im südrussischen Beslan im vergangenen Jahr gilt. Auch Bassajew habe für die unter seinem Kommando stehenden Kämpfer eine Feuerpause bis zum 22. Februar angeordnet. Eine Bestätigung für den Bericht war zunächst nicht zu erhalten.

Im Zusammenhang mit der Geiselnahme in Beslan, bei der mehr als 330 Menschen getötet wurden, hat die russische Regierung jeweils zehn Millionen Dollar auf Maschadow und Bassajew ausgesetzt. Maschadow hat jegliche Beteiligung an dem Anschlag im September bestritten. Er hatte die Präsidentenwahl 1997 im damals faktisch unabhängigen Tschetschenien gewonnen. Seit dem erneuten Einmarsch russischer Soldaten sind Maschadow und Bassajew auf der Flucht.



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