Türkei Tote bei Bombenanschlag in Kurdenmetropole

Im Zentrum der kurdisch geprägten Stadt Diyarbakir ist eine Autobombe explodiert. Bei dem Anschlag sollen mindestens drei Menschen gestorben sein, 15 Polizisten wurden verletzt.

REUTERS

Attentat in der Kurdenmetropole Diyarbakir: Bei der Explosion einer Autobombe wurden nach Angaben von Nachrichtenagenturen mindestens 15 Menschen verletzt. Drei Menschen seien gestorben, berichteten CNN Turk und die Nachrichtenagentur Reuters zudem.

Ziel des Anschlags waren offenbar Polizisten. Der Sprengsatz explodierte im Bezirk Baglar, als ein Polizeibus vorbeifuhr. Dies berichtete die Nachrichtenagentur DHA. In der Nähe des Explosionsortes sei auch ein Teegarten. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

In der Südosttürkei geht die türkische Armee gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vor, deren Kämpfer sich in Städten verschanzt haben. Die PKK verübt auch immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte. Kämpfer der Organisation hatten zuletzt Ende März ein Attentat in der Stadt verübt. Damals starben sieben türkische Polizisten.

In der Türkei sind die Sicherheitskräfte in erhöhter Alarmbereitschaft. Im Juli war ein Waffenstillstand zwischen der PKK und der türkischen Regierung gescheitert. Seitdem hat die Gewalt im überwiegend von Kurden bewohnten Süden der Türkei erheblich zugenommen. Die USA zogen aus Sicherheitsgründen Familienangehörige von Soldaten und Diplomaten ab.

In der Türkei sind die Sicherheitskräfte in erhöhter Alarmbereitschaft, weil in den vergangenen Monaten mehrere tödliche Anschläge verübt worden waren. Die USA und Israel warnen vor einer Terrorbedrohung in der Türkei, insbesondere für Istanbul und das populäre Touristengebiet Antalya.

als/brk/Reuters/AP



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