Türkei Armee meldet zwei tote Soldaten und 34 tote PKK-Kämpfer

Kämpfer der PKK haben im Südosten der Türkei Stellungen der Armee attackiert. Zwei Soldaten kamen ums Leben - das Militär reagierte mit Luftangriffen. Dabei sollen 34 Menschen gestorben sein.


Die türkische Regierung behauptet, die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK habe die Waffenruhe gebrochen. Diese weist das zurück und behauptet das Gegenteil. Seitdem eskaliert die Gewalt in der Türkei: Fast täglich verüben PKK-Kämpfer Anschläge auf Sicherheitskräfte. Jetzt haben sie nach Armeeangaben in der Nähe der Ortschaft Beytüssebap in der südosttürkischen Provinz Sirnak Stellungen des Militärs angegriffen.

Zwei Soldaten seien bei zwei PKK-Attacken ums Leben gekommen, teilten die türkischen Streitkräfte am Freitag mit. Die Armee habe bei anschließenden Gefechten und einer Offensive in der Region 34 PKK-Kämpfer getötet. Acht Soldaten und ein Dorfschützer seien verletzt worden. Wie der Generalstab in einer Erklärung mitteilte, wurden bei Luftangriffen "34 Terroristen neutralisiert".

Die Angaben lassen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen. Die PKK gab bisher keine Erklärung ab.

Seit März 2013 galt eine Waffenruhe. Nach türkischen Luftangriffen auf PKK-Lager im Juli 2015, die angeblich der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gegolten haben sollen, hatte die PKK den Waffenstillstand aufgekündigt. Die türkischen Streitkräfte fliegen seitdem immer wieder Luftangriffe auf PKK-Stellungen im Nordirak und in der Türkei. Bei Gefechten und Anschlägen sind seit dem Bruch der Waffenruhe mehr als 270 Menschen getötet worden.

heb/dpa/AFP



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schofseggel 25.09.2015
1. mein Gott bzw. Allah...
so ein schönes Land und soviel hirnverbrande Politiker und derren hirnloses Gefolge. Mit welchem Recht wird dort Krieg geführt?
hockeyversteher 25.09.2015
2. In den 90er Jahren
hat Deutschland große Bestände aus NVA-Depots an die Türkei verhökert, die dann im Krieg gegen die Kurden eingesetzt wurden. Heute bedient sich Erdogan wo anders. Erdogan ist der größte Profiteur der Flüchtlongskrise. Er befeuert den Transit von Hunderttausenden und setzt damit Europa unter Druck
ErhanKurtbas 25.09.2015
3. Eine Schande !!!
Die PKK wird von der EU sowie von der NATO als Terrororganisation eingestuft, jedoch nicht von deutschen Medien! Desweiteren verübt die PKK nicht Nur Terroranschlage auf Sicherheitskrafte sondern auch auf Zivilisten!!!! Aber das wird komischer weise so gut wie nie in den deutschen Medien erwahnt !!!
hockeyversteher 25.09.2015
4. In den 90er Jahren ....
... hat Deutschland große Bestände aus NVA-Depots an die Türkei verhökert. Die würden dann im Krieg gegen die Kurden eingesetzt. Heute bedient sich Erdogan wo anders. Erdogan ist der größte Profiteur der Flüchtlingskrise. Er befeuert den Transit von Hunderttausenden und setzt damit Europa unter Druck. Die Türkei verdient an den Flüchtlingen. Er erklärt scheinheilig den Krieg gegen den IS, den er stillschweigend gegen Assad stärkt. Er befeuert den Konflikt im Nachbarland um selbst davon in Zukunft profitieren zu können. Aber zuerst zerstört er die innenpolitische Kurdische Opposition indem er einen Bürgerkrieg führt. Türken und Kurden bekriegen sich schon mitten in Deutschland. Moscheen wurden mitten unter uns geschändet, ohne das die Medien das thematisieren. Das alles hätte längst dazu führen müssen, dass die Türkei aus den westlichen Bündnissen herausgelöst wird. Aber die werden ja gegen den bösen-bösen Putin gebraucht. Wofür eigentlich? Das die USA auch dort neue Atomwaffen stationieren? Aber keiner wagt es, sich gegen Erdogan zu positionieren. Dabei wäre es einfach. Pro 10.000 Flüchtlingen die nach Griechenland paddeln ein bodengestütztes Luftabwehrsystem für die Kurden. Abgeschossene Kampf-Flugzeuge, die mit 100% Sicherheit auch Zivilisten töten, sind schlechte Propaganda. Webb Assad in umkàmpfte Wohngebiete feuern lässt, ist das nicht hinnehmbar. Macht Erdogan das, ist es Terrorbekämpfung. Die Scheinheiligkeit europäischer Ausenpolitik ist kaum noch zu überbieten. Außer von der eigenen Unbedarftheit und Dummheit.
guevara2000 25.09.2015
5. Für ein Referendum in den Kurdengebieten
Die Kurden sollten endlich ihr wohlersehnten Staat bekommen, der ihnen nach dem ersten Weltkrieg zugesprochen wurde! Es bringt nichts ein Volk zu unterdrücken, ihre Sprache zu verbieten und sie umzuformen, damit sie assimiliert sind und ihre Herkunft vergessen! Deshalb sollte es ein Referendum geben, wo die Menschen selbst entscheiden sollen, ob sie zur Türkei gehören möchten, eine Autonomie wollen oder komplett die Unabhängigkeit. Wenn die Kurden sich für die Türkei entscheiden, dann gehen die PKK die Argumente für den Kampf aus und es herrscht vielleicht wieder Frieden. Bitte lassen Sie die Vergleiche mit der Unabh. der Bayern. Die Deutschen haben nicht den Bayern die Sprache verboten und ihre Dörfer verbrannt, vergast und zerstört. Zumal sie ja trotzdem deutsch sprechen. Auch der Vergleich, warum man den Kurden in Deutschland keinen Staat gibt ist schwachsinnig. Ihr Siedlungsgebiet geht auf meht als 5000 Jahre zurück und "Kurdistan" ist ihre Heimat.
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