Irak Dutzende Tote nach türkischem Angriff auf PKK-Lager

Die türkische Luftwaffe hat erneut Stützpunkte der verbotenen PKK im benachbarten Nordirak angegriffen. Dabei sollen mindestens 55 kurdische Kämpfer getötet worden sein.


Fast täglich sterben Menschen im Konflikt zwischen der kurdischen Arbeiterpartei PKK und türkischen Sicherheitskräften. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur DHA hat die türkische Armee im Nordirak erneut ein PKK-Lager bombardiert. Dabei seien mindestens 55 kurdische Kämpfer getötet worden, berichtet die Agentur unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Das PKK-Hauptquartier liegt in den Kandil-Bergen im Norden des Irak. Seit dem Scheitern eines Waffenstillstands im Juli greift die Armee immer wieder PKK-Stellungen an. Die PKK wiederum verübt fast täglich tödliche Anschläge auf Sicherheitskräfte.

Der Konflikt zwischen PKK und türkischer Regierung dauert seit mehr als 30 Jahren an, mehr als 40.000 Menschen starben. Beide Seiten bemühten sich in den vergangenen Jahren um einen Friedensprozess, der jedoch immer wieder ins Stocken gerät.

Seit März 2013 galt eine Waffenruhe. Nach türkischen Luftangriffen auf PKK-Lager im Juli 2015, die angeblich der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gegolten haben sollen, hatte die PKK den Waffenstillstand aufgekündigt.

hda/Reuters



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