Türkei Drei Tote bei Anschlag im Kurdengebiet

Bei einem Bombenanschlag auf die Fahrzeugkolonne des Gouverneurs der osttürkischen Provinz Van sind heute mindestens drei Menschen getötet worden. 24 Menschen wurden verletzt. Die Polizei vermutet die Attentäter in den Reihen kurdischer Rebellen.


Bombenattentat in Van: 5 Tote, 24 Verletzte
DPA

Bombenattentat in Van: 5 Tote, 24 Verletzte

Istanbul - Gouverneur Hikmet Tan kam bei dem Attentat nicht zu Schaden. "Anscheinend war mein Fahrzeug Ziel des Anschlags", sagte er dem Fernsehsender NTV. Tan fügte hinzu, er sei in der Stadt Van auf dem Weg zur Arbeit gewesen, als sich die Detonation ereignete. "Mir, dem Leibwächter oder dem Fahrer ist nichts passiert." Ein Polizeisprecher sagte, unter den Opfern seien Passanten und Ladenbesitzer.

Auf Fernsehbildern war ein völlig verbranntes Autowrack zu sehen. Zudem war zu sehen, wie eine Leiche weggetragen wurde und wie Wasser aus Leitungen strömte, die offenbar durch die Wucht der Explosion geplatzt waren. Die Bombe wurde nach Polizeiangaben in einem geparkten Auto versteckt und ferngezündet.

Die verarmte, bergige Region Van liegt an der iranischen Grenze. Kurdische Extremisten kündigten im vergangenen Monat den Waffenstillstand auf, den sie 1999 erklärt hatten.

Am Dienstag waren bei der Explosion eines kleinen Sprengsatzes in einem Flugzeug am Istanbuler Flughafen drei Reinigungskräfte verletzt worden. Im Vorfeld des Nato-Gipfels Anfang der Woche in Istanbul hatte es mehrere kleine Anschläge gegeben. Im November waren in der türkischen Metropole bei Selbstmordanschlägen, die der al-Qaida zugeschriebenen wurden, mehr als 60 Menschen getötet worden.



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