Diplomatische Krise Türkei sperrt niederländischen Botschafter aus

Der Streit zwischen der Türkei und den Niederlanden eskaliert weiter. Die türkische Regierung will den niederländischen Botschafter nicht mehr ins Land lassen.

Stellvertretender türkischer Ministerpräsident Numan Kurtulmus (Archivbild)
AFP

Stellvertretender türkischer Ministerpräsident Numan Kurtulmus (Archivbild)


Die Türkei entzieht Vertretern der niederländischen Regierung die Landeerlaubnis. Der Luftraum für Maschinen mit Diplomaten aus dem Land sei ab sofort gesperrt, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus am Montagabend in Ankara.

Der niederländische Botschafter, der sich zurzeit im Ausland aufhalte, dürfe vorerst nicht in die Türkei zurückkehren. Zudem würden Gespräche auf höherer Ebene zwischen der Türkei und den Niederlanden bis auf Weiteres ausgesetzt.

Am Wochenende hatte die niederländische Regierung einen Auftritt der türkischen Familienministerin in Rotterdam verhindert und die Politikerin zurück an die deutsche Grenze eskortiert. Zuvor hatte Den Haag dem türkischen Außenminister die Landeerlaubnis verweigert, nachdem dieser sich über den ausdrücklichen Wunsch der niederländischen Regierung hinweggesetzt hatte und zu einem Wahlkampfauftritt vor türkischen Bürgern in den Niederlanden einreisen wollte.

koe/dpa/Reuters

insgesamt 202 Beiträge
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jamguy 13.03.2017
1. Ausnahmezustand
vielleicht sollte man erst weiter über Güte usw. gegenüber der Türkei nach Beendigung diee Zstandes weiter lamentieren?
taglöhner 13.03.2017
2. Die EU muss 'ran!
Ich denke, dass Erdogan dieses Spiel verliert.
frankfurtbeat 13.03.2017
3. passt ...
passt doch :-) dafür den türkischen Botschafter und alle Geduldeten türkischstämmigen Bewohner nach Hause schicken ... hej der Ball ist rund ;-)
bissig 13.03.2017
4. Bin mal gespannt,
auf wessen Seite sich die Bundesregierung stellt. Mittlerweile ist es nur noch traurig zuzusehen, wenn sich Erwachsene wie die Kleinsten im Kindergarten benehmen.
reader0815 13.03.2017
5. Völlig andere Mentalitäten in der Türkei
Total überhöhter Nationalstolz und Ehrgefühl, geringe Frustrationstoleranz und offenbar mangelnde Gschichtskenntnis führen zu einem unsachlich impulsiven Auftreten türkischer Politiker. Begleitet von einer derart verschrobenen Argumentation, dass man nur den Kopf schütteln kann. Der Ausschluss des niederländischen Botschafters ist nur eine neue Eskalationsstufe. Erdogan scheint zu jeder weiteren bereit zu sen. Wie man unter diesen Bedingungen die Beitrittsverhandlungen NICHT absagen kann, ist absolut unverständlich. Dieses Land passt einfach nicht in die EU. Dies sollte man sich über das Flüchtlingsdrama und die Nato-Doktrin hinweg eingestehen und endlich Fakten schaffen. Wir brauchen eine Kanzlerin die führt und nicht eine, die sich nur von den Realitäten treiben lässt.
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