Mehrere Verletzte Explosion erschüttert Regierungsgebäude in Südosttürkei

In der Provinz Mardin in der Südosttürkei hat es eine Explosion gegeben. Offenbar wurden dabei ein Bezirksvorsteher und weitere Menschen verletzt.


In der südosttürkischen Provinz Mardin hat es laut türkischen Medien eine Explosion gegeben. Wie CNN Turk meldet, erschütterte die Detonation das Büro des Bezirksvorstehers von Derik.

Die staatlich gelenkte Nachrichtenagentur Anadolu meldete, ein Regierungsgebäude sei mit Raketenwerfern angegriffen worden. Die Angreifer seien Mitglieder der verbotenen türkischen Arbeiterpartei PKK gewesen.

Die Agentur Reuters zitiert Sicherheitskreise mit der Information, die Residenz des Gouverneurs sei Ziel eines Anschlags gewesen. Mehrere Menschen wurden verletzt, unter ihnen auch der Bezirksvorsteher. Laut Nachrichtenagentur Dogan fuhren kurz nach der Detonation mehrere Krankenwagen in Richtung des Explosionsorts.

Die PKK verübt vor allem in der Südosttürkei immer wieder Anschläge. In der Unruheregion führt das türkische Militär seit Mitte 2015 Krieg gegen die PKK und gegen die paramilitärische Jugendorganisation YPG.

Derik war im September unter Zwangsverwaltung gestellt worden. Der gewählte Bürgermeister wurde durch den nun bei der Detonation verletzten Bezirksvorsteher ersetzt. Bezirksvorsteher unterstehen dem von Ankara ernannten Provinzgouverneur. In den vergangenen Wochen hatte die türkische Regierung in mehr als zwei Dutzend kurdischen Gemeinden die Bürgermeister durch Zwangsverwalter ersetzt.

cht/Reuters/AP/dpa

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