Angebliche Luftraumverletzung Türkische Kampfjets schießen syrisches Flugobjekt ab

Ein syrischer Militärhubschrauber soll in den türkischen Luftraum eingedrungen sein - und wurde von Kampfjets zerstört. Dies berichten türkische Medien. Das syrische Staatsfernsehen bestätigt lediglich den Abschuss einer Drohne.

Zweimal soll ein syrischer Helikopter in der Adana-Provinz illegal die Grenze zur Türkei überquert haben. Dann stiegen zwei F-16 der türkischen Streitkräfte von der Incirlik-Militärbasis auf und schossen den Eindringling mit Raketen ab. Dies berichtet die Online-Ausgabe der Zeitung "Hürriyet" unter Berufung auf Militärmitarbeiter.

Das getroffene Flugobjekt sei in drei Teile auseinandergebrochen und auf der syrischen Seite zu Boden gegangen, hieß es. Jetzt werde danach gesucht, um festzustellen, um welches Modell es sich handelte. Zunächst war von einem abgeschossenen Flugzeug die Rede gewesen. Das syrische Staatsfernsehen bestätigt den Abschuss eines Flugkörpers. Es habe sich dabei jedoch um keine bemannte Maschine, sondern um eine ferngesteuerte Drohne gehandelt.

Der Vorfall ist nicht der erste dieser Art. Im Zuge des Bürgerkriegs in Syrien war es in den vergangenen Jahren im Grenzgebiet immer wieder zu Zwischenfällen zwischen der türkischen und der syrischen Luftwaffe gekommen.

Im März 2014 war ein syrischer Kampfjet abgeschossen worden, der in den türkischen Luftraum eingedrungen war, im September 2013 geriet ein Hubschrauber in eine ähnliche Situation.

Im Juni 2012 hingegen wurde ein türkischer F-4-Jet von syrischer Seite abgeschossen und versank im Mittelmeer. Die Grenze zwischen dem Nato-Mitglied Türkei und Syrien ist etwa 900 Kilometer lang. Die beiden Staaten sind verfeindet, Ankara lehnt den syrischen Machthaber Bashar al-Assad ab. Der wiederum wirft dem Nachbarland vor, regierungsfeindliche islamistische Gruppen in Syrien zu unterstützen.

sto
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