Türkei Mehrere Flüchtlinge in der Ägäis ertrunken

Auf der Flucht nach Europa ist ein Schlauchboot mit 22 Menschen an Bord vor der türkischen Küste gekentert. Mindestens elf Flüchtlinge sollen bei dem Unglück in der Ägäis ertrunken sein.

Bei einem Bootsunglück in der Ägäis sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge kenterte ein Schlauchboot mit 22 Flüchtlingen an Bord vor der türkischen Küste. Sieben Menschen seien gerettet worden, vier würden noch vermisst.

In der Ägäis sind in den vergangenen Jahren immer wieder Boote mit Flüchtlingen untergegangen. Zwar ist seit Inkrafttreten des Flüchtlingsabkommens zwischen Europa und der Türkei vor einem Jahr die Zahl der Flüchtlinge, die über diesen Seeweg nach Griechenland kommen, deutlich zurückgegangen. Doch manche wagen trotzdem die gefährliche Überfahrt in wackeligen Booten.

Das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei

Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR waren im Februar pro Tag 39 Flüchtlinge über die Türkei nach Griechenland gekommen. Im März waren es schon deutlich mehr. Insgesamt seien es in diesem Jahr 3629 Flüchtlinge gewesen. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex sowie die griechische und türkische Küstenwache kontrollieren das Meeresgebiet.

brk/Reuters/AFP