Südosttürkei PKK bekennt sich zu Bombenanschlag in Elazig

Die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK will für den Selbstmordanschlag in der Stadt Elazig verantwortlich sein. Bei der Bombenattacke wurden drei Menschen getötet und 200 weitere verletzt.

Tatort in Elazig
AFP

Tatort in Elazig


Bei einem Anschlag auf das Polizeipräsidium in der südosttürkischen Stadt Elazig wurden am Donnerstag drei Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt. Zu dem Selbstmordattentat hat sich nun offenbar die PKK bekannt. Die verbotene Kurdische Arbeiterpartei auf ihrer Website, sie sei für den Angriff verantwortlich.

Laut der prokurdischen Nachrichtenagentur Firat teilten die kurdischen Volksverteidigungskräfte (HPG), der militärische Teil der PKK, mit: "Ein großangelegter Selbstmordanschlag wurde von unseren Kameraden gegen den Sitz der Polizei in Elazig verübt."

Die PKK ist auch in Deutschland als terroristische Vereinigung eingestuft. Seit den Achtzigerjahren macht sich die Partei für mehr Autonomie der Kurden stark. Immer wieder verübt sie im Osten der Türkei Anschläge. Insgesamt kamen bei der Angriffsserie in Elazig zehn Menschen ums Leben.

Die türkische Regierung hatte die PKK bereits für das erneute Attentat verantwortlich gemacht. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zudem Anhänger seines Rivalen Fethullah Gülen beschuldigt, Verbindungen zur PKK zu unterhalten. Sie hätten kurdische Extremisten mit Informationen versorgt.

Erdogan wirft dem in den USA lebenden Prediger zudem vor, hinter dem gescheiterten Putsch im vergangenen Monat zu stecken. Gülen hat diese Anschuldigungen zurückgewiesen.

Im Video: Anschlag mit mehreren Toten in der Provinz Van

REUTERS

vek/Reuters/AFP



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