Türkei Polizei nimmt Dutzende mutmaßliche Qaida-Anhänger fest

Schlag gegen Extremisten: In Istanbul hat die Polizei bei Razzien mehr als 40 mutmaßliche Islamisten festgenommen - darunter auch einen Mann, der Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida in der Türkei sein soll.

Istanbul - Türkischen Sicherheitskräften ist offenbar ein Erfolg im Kampf gegen militante Islamisten gelungen: In Istanbul wurden 41 mutmaßliche Anhänger des Terrornetzwerks al-Qaida und der türkischen Hisbollah festgenommen. Darunter sei auch Halis Bayancuk, der als Anführer von al-Qaida in der Türkei gelte, berichteten türkische Fernsehsender. Es habe in Istanbul insgesamt 50 Razzien gegeben. Polizeieinsätze liefen auch in anderen Provinzen.

Die türkische Polizei rückt immer wieder zu Großeinsätzen gegen mutmaßliche militante Islamisten aus. 2003 hatten Qaida-Anhänger in Istanbul Bombenanschläge gegen Synagogen und britische Einrichtungen verübt. Dabei waren 57 Menschen getötet worden. Sieben Menschen - ein Syrer und sechs Türken - waren dafür zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden.

Die islamistische türkische Hisbollah hat keine direkten Verbindungen mit der gleichnamigen libanesischen Schiiten-Organisation.

anr/dpa