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20. Juli 2016, 09:30 Uhr

Nach Putschversuch

Türkei tötet 20 PKK-Kämpfer bei Luftangriffen im Nordirak

Die türkische Luftwaffe hat erstmals seit dem Putschversuch Stellungen der Kurden im Nordirak bombardiert. Dabei sollen 20 PKK-Kämpfer getötet worden sein.

Die türkischen Streitkräfte haben erstmal seit dem gescheiterten Putschversuch Ziele der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu und der Sender NTV melden, bei den Luftschlägen am Vorabend seien 20 PKK-Kämpfer getötet worden.

Seit dem Putschversuch vom Freitagabend wurden mehr als 6000 Soldaten festgenommen, unter ihnen mehr als 100 Generäle. Das entspricht in etwa einem Drittel aller Generäle in den türkischen Streitkräften. Ein Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, die Festnahmen hätten keine Auswirkungen auf die Schlagkraft der Armee.

Unter den Festgenommenen sind die Kommandeure der Zweiten und der Dritten Heeresarmee, in deren Bereich der Kampf gegen die PKK vor allem fällt. Eine Waffenruhe war vor einem Jahr kollabiert. Die Armee begann danach eine Offensive gegen die PKK im Südosten der Türkei. Die Luftwaffe bombardiert außerdem regelmäßig Stellungen der PKK im Nordirak, wo die Organisation ihr Hauptquartier hat.

cte/dpa/Reuters

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