Türkei Viele Tote bei Gefechten zwischen Militär und PKK

Im Osten der Türkei ist es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und kurdischen Rebellen gekommen. Bei den Gefechten starben mindestens 23 Menschen.

Istanbul - Bei Kämpfen zwischen Rebellen der prokurdischen Arbeiterpartei PKK und dem türkischen Militär sind im Südosten des Landes mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Bei einem Anschlag von PKK-Kämpfern auf einen Armeestützpunkt seien in der Nacht zum Sonntag in der Provinz Hakkari sechs türkische Soldaten und zwei kurdische Wachleute gestorben.

Die Rebellen hätten den Stützpunkt im Dorf Geçimli überfallen, hieß es. Der Gouverneur von Hakkari teilte mit, bei dem Anschlag seien 15 Soldaten, ein Dorf-Wachmann und fünf Zivilisten verletzt worden. Bei einer Gegenoffensive der türkischen Armee seien anschließend 15 Angehörige der PKK getötet worden.

Die Provinz Hakkari liegt am gebirgigen südöstlichsten Punkt der Türkei. Sie grenzt im Osten an Iran und im Süden an den Irak. Bereits vor einer Woche hatte die türkische Armee eine Offensive gegen die verbotene PKK in der Provinz begonnen. Die Luftwaffe bombardierte mehrfach Lager und Stellungen der kurdischen Rebellen.

Die türkische Armee hat 2000 Soldaten in der Region stationiert, um die Rebellen aus der Stadt Semdinli zu vertreiben. Die PKK kämpft seit 1984 im Südosten der Türkei gegen die Regierung in Ankara. Nach Armeeangaben wurden in dem Konflikt mehr als 45.000 Menschen getötet.

wit/dpa/AFP
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