Türkei Viele Tote bei Gefechten zwischen Armee und PKK-Kämpfern

Im Südosten der Türkei ist es erneut zu schweren Gefechten zwischen der Armee und kurdischen Separatisten gekommen. Auf beiden Seiten gab es bei den Kämpfen Tote.

Türkische Soldaten in Diyarbakir
REUTERS

Türkische Soldaten in Diyarbakir


Neun tote Soldaten und 21 tote kurdische Kämpfer: Das ist die vorläufige Bilanz von schweren Gefechten im Südosten der Türkei. Sechs Soldaten seien bei Zusammenstößen mit den Separatisten in der Provinz Hakkari ums Leben gekommen, teilte die Armee mit. Zwei weitere seien beim Absturz eines Hubschraubers in Hakkari gestorben.

Bei den Militäraktionen in der Provinz seien außerdem sechs Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet worden. Der Fernsehsender NTV meldete, bei gewaltsamen Zusammenstößen in der Provinz Sirnak seien 15 kurdische Separatisten ums Leben gekommen.

Die Kämpfe seien am frühen Freitagmorgen nahe einer Militärbasis in Cukurca in der Provinz Hakkari ausgebrochen, die an den Nordirak angrenzt, teilte die Armee weiter mit. Der Einsatz gegen die PKK in der Gegend dauere an. Bodentruppen würden von F-16-Kampfjets, Kampfhubschraubern und Drohnen unterstützt.

Seit dem Ende der Waffenruhe im Juli des vergangenen Jahres eskaliert die Gewalt zwischen der türkischen Armee und der PKK. Am Donnerstag starben nach offiziellen Angaben vier mutmaßliche Bombenbauer der PKK, weil ihr Sprengsatz beim Verladen in ein Auto explodierte. 17 Menschen wurden verletzt. Kurz zuvor war eine Autobombe vor einer Garnison in Istanbul explodiert. Dabei wurden sechs Soldaten und ein Zivilist verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich niemand.

als/AFP/Reuters/dpa

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