Türkei Wieder Anschläge kurdischer Extremisten


Istanbul - Wenige Tage nach dem Todesurteil gegen PKK-Chef Abdullah haben kurdische Extremisten erstmals wieder Anschläge in der Türkei verübt.

Nach einem Bericht des privaten Fernsehsenders NTV starben bei einem Attentat kurdischer Rebellen auf ein Kaffeehaus in Elazig am Donnerstag abend vier Zivilisten. Fünf Menschen seien verletzt worden. Bei dem anschließenden Schußwechsel seien auch die beiden Angreifer, ein Mann und eine Frau, getötet worden.

Bei einer Bombenexplosion im Istanbuler Stadtteil Gaziosmanpasa sind am Donnerstag abend drei Menschen verletzt worden. Ein Unbekannter habe eine Bombe unter einem Tisch versteckt und sei dann aus dem Lokal gelaufen, hieß es. Kurz darauf explodierte der Sprengsatz.

Im Südosten des Landes flammten unterdessen die Kämpfe zwischen PKK-Rebellen und dem türkischen Militär wieder auf. Dabei wurden insgesamt 27 Menschen getötet.

PKK-Führer Öcalan war am Dienstag wegen Hochverrats und zahlreicher Morde zum Tode verurteilt worden. Das Urteil wird in Kürze von einem Berufungsgericht überprüft.



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