Nahe der syrischen Grenze PKK erschießt zwei türkische Polizisten in Ceylanpinar

Im Südosten der Türkei sind die Leichen von zwei Polizisten gefunden worden. Wie der Gouverneur der Provinz Sanliurfa mitteilte, wurden die Männer erschossen. Die PKK hat sich zu den Morden bekannt.


In der Stadt Ceylanpinar im Südosten der Türkei sind zwei Polizisten getötet worden. Das berichtete der TV-Sender NTV unter Berufung auf den Provinzgouverneur von Sanliurfa. Man habe die beiden Männer mit Schusswunden am Kopf in ihrer Wohnung gefunden, sagte Izzettin Kücük. Sie lebten demnach in einer Wohngemeinschaft und gehörten zur Bereitschaftspolizei in Ceylanpinar, unmittelbar an der Grenze zu Syrien. Einzelheiten zur Tat nannte Kücük nicht.

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hat sich zu den Morden bekannt. Bei der Tat handele es sich um eine Vergeltung für den Anschlag im nahe gelegenen Suruc, hieß es in einer Erklärung des militärischen Arms der PKK (HPG). Die Polizisten hätten mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kooperiert.

Vor zwei Tagen war im Kulturzentrum der Stadt Suruc nahe der syrischen Grenze eine Bombe explodiert, 32 Menschen starben, die meisten von ihnen Jugendliche. Die Regierung in Ankara macht den IS für die Tat verantwortlich. Suruc liegt wie Ceylanpinar in der Provinz Sanliurfa.

kaz/aar/Reuters/AP/dpa



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