Offensive in Nordsyrien Frankreich liefert der Türkei keine Waffen mehr

Nach Deutschland schränkt nun auch Frankreich seine Rüstungsexporte an die Türkei ein - als viertes EU-Land. Der Grund: der Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien.

Ein türkisches Militärfahrzeug nahe der syrischen Grenze
DPA/Lefteris Pitarakis

Ein türkisches Militärfahrzeug nahe der syrischen Grenze


Die Türkei rückt weiter Richtung Nordsyrien vor, die internationale Kritik und die Reaktionen darauf werden breiter. Nach Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und Finnland, hat nun auch Frankreich angekündigt, Waffenlieferungen an Ankara einzuschränken.

Alle Exportprojekte mit Rüstungsgütern, die von der Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten, würden mit sofortiger Wirkung ausgesetzt, teilten das französische Außen- und das Verteidigungsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Der EU-Außenministerrat werde bei seiner Sitzung am Montag in Luxemburg über eine koordinierte europäische Haltung in dieser Frage entscheiden, hieß es weiter.

Zuvor hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) angekündigt, die Bundesregierung werde keine neuen Genehmigungen für Rüstungsgüter erteilen, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten. Die Niederlande hatten am Freitag erklärt, alle Anträge für Ausfuhrgenehmigungen von militärischer Ausrüstung in die Türkei würden ausgesetzt. Zuvor hatten bereits Finnland und Norwegen angekündigt, ihre Waffenexporte auszusetzen.

flg/AFP

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