US-Präsidentschaftswahlen 2020 Demokratin Gabbard will ins Weiße Haus

Sie kämpft für eine bessere Gesundheitsversorgung und das Klima: Die US-Demokratin Tulsi Gabbard will bei den Präsidentschaftswahlen 2020 kandidieren. Kritik trug ihr ein Treffen mit Syriens Machthaber Assad ein.
Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete der Demokraten aus Hawaii

Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete der Demokraten aus Hawaii

Foto: Marco Garcia/ dpa

Die US-Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die vor zwei Jahren durch ein Treffen mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad Schlagzeilen machte, will 2020 Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. Das sagte die Demokratin aus Hawaii dem Fernsehsender CNN. Formell ankündigen werde sie ihren Entschluss in der kommenden Woche. Als zentrale politische Anliegen nannte die 37-Jährige den Zugang zu Gesundheitsversorgung, eine Reform des Strafrechts und Klimafragen.

Die 1981 in Amerikanisch-Samoa geborene US-Demokratin war 2004 im Irak in einer Sanitätseinheit im Einsatz. 2012 wurde sie das erste hinduistische Mitglied des US-Kongresses. Im US-Wahlkampf 2016 unterstützte sie bei den Demokraten Bernie Sanders in seiner Kandidatur gegen Hillary Clinton. Die Politikerin wäre im Falle eines Wahlerfolgs das jüngste Staatsoberhaupt in der US-Geschichte.

Obwohl Gabbard Militärinterventionen ablehnend gegenübersteht, hatte sie Assad im Januar 2017 getroffen, als sie sich für eine Woche in Syrien und dem Libanon aufhielt. "Ursprünglich hatte ich nicht die Absicht, mich mit Assad zu treffen, aber als ich die Gelegenheit bekam, erschien es mir wichtig, sie zu ergreifen", erklärte sie damals. "Ich denke, wir sollten uns mit jedem treffen, wenn es eine Chance gibt, dass es dazu beitragen kann, diesen Krieg zu beenden, der dem syrischen Volk so viel Leid zufügt." Für das Treffen mit dem international geächteten Präsidenten wurde Gabbard von vielen kritisiert.

Weitere Kandidaten

Bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl sind es noch fast zwei Jahre, aber schon jetzt deutet alles auf einen heißen Wahlkampf bei den Demokraten hin. Vor zwei Wochen brachte sich mit der linken Senatorin Elizabeth Warren eine scharfe Kritikerin von Präsident Donald Trump in Stellung. Die 69-Jährige aus dem Bundesstaat Massachusetts gründete ein Komitee, das ihre Chancen im Fall einer Kandidatur ausloten soll. Sie war die erste prominente Vertreterin der Partei, die ihre Ambitionen mit einem solchen Schritt öffentlich machte.

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Foto: Brian Snyder/ REUTERS

Ebenfalls als möglicher Bewerber gilt der frühere Vizepräsident Joe Biden. Viele Umfragen zeigen, dass er unter den Demokraten besonders beliebt ist. Allerdings wäre Biden bei der Wahl 2020 bereits 77 Jahre alt. Auf Platz zwei der Liste der Favoriten liegt der parteilose Bernie Sanders, der 2016 im Vorwahlkampf gegen Hillary Clinton gescheitert war. Viele Demokraten wünschen sich auch Michelle Obama, obwohl sie nicht kandidieren will. Dasselbe gilt für die Moderatorin Oprah Winfrey.

hei/dpa/AFP
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