Überraschungsbesuch Clintons schwierige Mission in Pakistan

Seit der Kommandoaktion gegen Osama Bin Laden ist das Verhältnis zwischen Washington und Islamabad angespannt. Ein Überraschungsbesuch von US-Außenministerin Clinton in Pakistan soll die Beziehungen zwischen den Verbündeten wieder verbessern. Doch in der Bevölkerung ist der Hass auf Amerika groß.

Hillary Clinton: Blitzvisite in Pakistan
AP

Hillary Clinton: Blitzvisite in Pakistan


Islamabad - Die Gespräche werden unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden: US-Außenministerin Hillary Clinton ist am Freitag überraschend in Pakistan eingetroffen. Sie wurde bei der Visite von Generalstabschef Mike Mullen begleitet. Auf dem Programm standen Unterredungen mit Pakistans Präsident Asif Ali Zardari, Armeechef Ashfaq Kayani und Geheimdienstchef Ahmad Shuja Pasha.

Seit der Tötung von Osama Bin Laden bei einem geheimen US-Einsatz am 2. Mai im nordwestpakistanischen Abbottabad sind die Beziehungen zwischen den beiden Verbündeten angespannt. Washington hatte Islamabad vorab nicht über den Einsatz informiert.

Clinton dürfte versuchen, das Verhältnis zu Islamabad zu verbessern, Pakistan aber auch zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen das Terrornetzwerk al-Qaida und die Taliban auffordern. Außerdem wird sie vermutlich auf eine Untersuchung drängen, warum Bin Laden sich so lange unentdeckt in Pakistan aufhalten konnte.

Wenn es der US-Außenministerin auch gelingen mag, das bilaterale Verhältnis zu verbessern - in der pakistanischen Bevölkerung ist der Hass auf Amerika wegen der andauernden Drohnenangriffe im Grenzgebiet groß. Nach dem Einsatz gegen Bin Laden sagte in einer Umfrage des Senders Geo TV nur noch ein Prozent der Pakistaner, die Verbindungen zwischen Pakistan und den USA seien eng. Die allermeisten nannten Amerika einen Rivalen oder Feind. Im Volk herrsche "ein extremes Gefühl des Verrats" durch die USA, sagt der Oberhaus-Abgeordnete der mächtigen islamistischen Jamaat-e-Islami, Professor Kurshid Ahmed. Die Pakistaner seien besonders von US-Präsident Barack Obama enttäuscht. Er habe Wandel versprochen, sei aber nicht anders als sein Vorgänger George W. Bush.

als/dpa/DAPD/Reuters



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Greg84 02.05.2011
1.
Schlag gegen den Terror? Eher nicht. Ich glaube kaum, dass bin Laden noch an der Spitze der al-Qaida stand, vielleicht hatte er sich auch komplett aus dem "Geschäft" zurück gezogen. Das einzige was der Schlag gegen bin Laden gebracht hat ist die Schaffung eines weiteren Märtyrers. Für Obama hätte der Zeitpunkt allerdings kaum besser sein können. Politisch läuft es für verdienten Träger des Friedensnobellpreises nicht grade perfekt, da hilft so ne positive Nachricht schon unheimlich weiter.
endbenutzer 02.05.2011
2. Mission beendet
Hat George W. Bush eigentlich schon der Familie Bin Laden sein Beileid ausgesprochen? Unter alten (Geschäfts-) Freunden ist das doch so üblich. Oder lebt Bin Laden doch noch und man wollte eigentlich nur die nunmehr fast genau 10-jährige Mission "Krieg gegen Terror" zum bürgerfreundlichen Abschluss bringen? Merkwürdig: Gerade jetzt, da Obama und die gesamten USA in punkto Staatsverschuldung praktisch mit dem Rücken zur Wand stehen, wird für den amerikanischen Otto Normalverbraucher wieder einmal ein toller Grund geliefert, die Fahne zu schwingen und mit der Hand auf dem Herzen die Nationalhymne zu singen. Super Drehbuch...
G_Schwurbel 02.05.2011
3. weder noch
Zitat von sysopEr war der meistgesuchte Mann der Welt: Osama Bin Laden, der Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida, ist tot. US-Spezialkräfte haben ihn bei einer Kommandoaktion in Pakistan getötet. Wir die weltweite Terrorgefahr nun geringer?
Die Welt wird durch seinen Tod weder sicherer noch unsicherer. Al Quaida ist ein Netzwerk, es würde mich wundern, gäbe es für Bin Laden keinen Nachfolger (seinen Tod hat er schließlich einkalkuliert). Vielleicht hat er auch vorher als Rache für seine Tötung den Auftrag erteilt, direkt danach Attentate zu verüben? Alles denkbar...
Hubatz 02.05.2011
4. Beweise
Dieser Mann ist ein Mysterium. Ich halte nicht viel von Verschwörungstheorien aber Beweisfotos oder besser Videos würden mich erfreuen.
lucario.75 02.05.2011
5. bin laden
Die Fernsehbilder der Freude hunderter Amerikaner, (nachvollziehbar) werder viele radikale Islamisten für ihre Propaganda nutzen um die Angst der Menschen auf der ganzen Welt weiter zu schüren und Terroranschläge zu planen. Ich selber Wohne nur ein paar Strassen weiter wo vor ein paar tagen Terroristen festgenommen worden sind, die konkrete Anschlägen zu Zeitnahen Ereignissen mit erheblichen Menschenaufkommen verübt werden sollte.
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