Münchner Sicherheitskonferenz Die wichtigsten Zitate

Ukraine, Irans Atomprogramm, globale Krisen - auf der Münchner Sicherheitskonferenz wurde heftig gestritten. Lesen Sie hier die zentralen Aussagen.

Die Krise in der Ukraine war zentrales Thema auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Gestritten wurde vor allem über die Frage, ob der Westen Kriegswaffen nach Kiew liefern soll. Am Sonntagvormittag vereinbarten Merkel, Hollande, Putin und Poroschenko einen Fahrplan zu einer Friedenskonferenz in Minsk.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius

Foto: ERIC PIERMONT/ AFP

"Was wir brauchen, ist Frieden vor Ort und nicht auf dem Papier."

(Frankreichs Außenminister Laurent Fabius am Sonntag)


Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Foto: THOMAS KIENZLE/ AFP

"Das Problem ist, dass ich mir keine Situation vorstellen kann, in der eine verbesserte Ausrüstung der ukrainischen Armee dazu führt, dass Präsident Putin so beeindruckt ist, dass er glaubt, militärisch zu verlieren. Ich muss das so hart sagen. Es sei denn... Über es sei denn möchte ich nicht sprechen."

(Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag)


Russlands Außenminister Sergej Lawrow

Russlands Außenminister Sergej Lawrow

Foto: DPA

"Die Welt befindet sich hier an einem Wendepunkt. (...) Es stellt sich die Frage, ob Sie (der Westen) eine Sicherheitsarchitektur mit, ohne oder gegen Russland errichten wollen."

(Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Samstag)


US-Vizepräsident Joe Biden

US-Vizepräsident Joe Biden

Foto: Johannes Simon/ Getty Images

"Es ist das Ergebnis von Entscheidungen von Putin, dass die Welt heute anders aussieht. (...) Wir glauben nicht, dass es eine militärische Lösung in der Ukraine geben kann."

(US-Vizepräsident Joe Biden am Samstag)


Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko

Foto: Tobias Hase/ dpa

"Der Friedensplan von Minsk ist keine Speisekarte des Bayerischen Hofes. Man kann sich nicht heraussuchen, was einem gefällt."

(Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am Samstag)


Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier

Foto: Tobias Hase/ dpa

"Wir sind von einer politischen Lösung weit entfernt."

(Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Sonntag)


US-Außenminister John Kerry

US-Außenminister John Kerry

Foto: JIM WATSON/ AFP

"Es gibt hier keine Spaltung, es gibt hier keine Uneinigkeit. (...) Ich möchte nicht, dass jemand auch nur über Spannungen nachdenkt."

(US-Außenminister John Kerry am Sonntag)


Irans Atomprogramm war das zweite große Thema der Konferenz. Mehrfach trafen sich dazu US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohammed Dschawad Sarif.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif

Foto: Tobias Hase/ dpa

"Entweder wir verlieren gemeinsam oder wir gewinnen gemeinsam. (...) Wenn der Westen dem Atomprogramm nicht vertraut, ist das ein Problem."

(Mohammed Dschawad Sarif am Sonntag)


Steht die Welt also kurz vor einer diplomatischen Eiszeit? Immer wieder wurden auf der Sicherheitskonferenz Parallelen zum Kalten Krieg gezogen. Noch laufen intensive Gespräche, sowohl zur Ukraine als auch zu Iran.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg

Foto: Olivier Hoslet/ dpa

"Der Kalte Krieg ist Geschichte, und so sollte es auch bleiben."

(Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag)


Uno-Kommissar António Guterres

Uno-Kommissar António Guterres

Foto: TT NEWS AGENCY/ REUTERS

"Wir haben eine chaotische Welt. (...) Krisen können jederzeit überall entstehen."

(Uno-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, am Freitag)

che/dpa
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