Ukraine Justiz überprüft Geschäfte der Firma mit Verbindung zu Biden-Sohn

Der ukrainische Generalstaatsanwalt hat Untersuchungen bei der Gasfirma veranlasst, in deren Aufsichtsrat der Sohn von Joe Biden saß. Über ein Fehlverhalten von Hunter Biden habe er allerdings "keine Informationen".

Büro der Generalstaatsanwaltschaft:
Valentyn Ogirenko/REUTERS

Büro der Generalstaatsanwaltschaft:


Die Justizbehörden in der Ukraine wollen die Geschäfte der Gasfirma Burisma überprüfen, für die Hunter Biden, der Sohn von US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden, zeitweise gearbeitet hat. Das gab der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Ryaboschapka bekannt. Wie die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine berichtet, geht es dabei auch um die Zeit, als Hunter Biden im Aufsichtsrat des Unternehmens saß.

Auf die Frage, ob er etwas über ein mögliches Fehlverhalten von Hunter Biden wisse, sagte Ryaboschapka laut der Nachrichtenagentur Reuters allerdings: "Ich habe keine solchen Informationen." Überprüft würden Geschäfte, in die unter anderem der frühere Burisma-Chef Mykola Slotschewskyj und der ukrainische Geschäftsmann Serhij Kurtschenko verwickelt sein könnten.

US-Präsident Donald Trump hatte in einem Telefonat mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj am 25. Juli auf Ermittlungen in der Ukraine gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden sowie dessen Sohn gedrängt.

Trump bittet auch China um Ermittlungen

Die oppositionellen Demokraten werfen Trump daher Amtsmissbrauch vor und haben Untersuchungen zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Sie beschuldigen Trump, zeitweise blockierte Militärhilfe als Druckmittel genutzt zu haben. Der US-Präsident weist die Vorwürfe als absurd zurück.

Zuletzt sorgte Trump für Kritik, weil er China darum gebeten hatte, sich dem Fall Biden anzunehmen. Vor Reportern in Washington forderte er die Regierung in Peking dazu auf, Ermittlungen gegen den Demokraten Joe Biden und dessen Sohn Hunter aufzunehmen.

Trump verdächtigt die Bidens ohne Belege, in Korruptionsvorgänge in der Ukraine wie in China verwickelt gewesen zu sein. (Mehr dazu lesen Sie hier).

mes/AFP/Reuters

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alphajet 04.10.2019
1. Joe Biden hatte seine Chance - 2016...
... und er verzichtete zugunsten von Hillary Rodham-Clinton. Damit trägt Biden Mitverantwortung, dass Donald Trump heute im Oval Office sitzt. Jeden Biden hätte Trumo verloren, da sind sich alle Analysten und Umfragen 2016 einig gewesen. 2020 wird Biden keine Chance mehr bekommen, die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. 2020 werden andere ihre Chance bekommen - und anders als Bide damals, nutzen - - - - - - -Biden war 1988 und 2008 Präsidentschaftskandidat. 2016 ist er nicht angetreten. MfG Redaktion Forum
pauschaltourist 04.10.2019
2. Wherever Joe Biden went, son Hunter cashed in
Joe Biden ist politisch tot. Und das durchaus berechtigt, ermöglichte er entweder be- oder auch unbewusst seinem Sohn Geschäfte in seinem politischen Zuständigkeitsbereich. Und das nicht nur in der Ukraine. Die Bidens standen also lange vor den Trumps/Kushners für Vetterleswirtschaft. Für diese Dummheit oder zumindest politische Instinktlosigkeit ist Biden berechtigt unwählbar geworden. Trumps Korruptionsvorwürfe mögen unberechtigt und Trumps Verhalten in dieser Sache gar rechtswidrig sein - doch sein Ziel, die Bloßstellung Bidens, hat er erreicht. Es ist fraglich, ob die Demokraten für 2020 einen mehrheitstauglichen Alternativkandidaten finden können. Trumps strategisches Ziel ist dann erreicht, da die Demokraten sich mal wieder selbst im Weg stehen werden.
sunshine422 04.10.2019
3. Das ist doch gut...
wenn am Ende alles sauber ist mit Biden. Ich hoffe einfach, das die Medien das Untersuchungsresultat ähnlich auslegen wie wenn es eine Untersuchung gegen Trump wäre. Weil gemäß Lesart der Medien heisst ja, man hat nichts gefunden, nicht gleichzeitig er sei unschuldig. Für mich sind beide Gauner. Trump einfach laut und unflätig und Biden der Mauschler im Hintergrund. Trump wird das Resultat eh nicht akzeptieren, wenn es ihm nicht passt.
franz.v.trotta 04.10.2019
4. Informationsbedürfnis
Interessant wäre doch zu erfahren, wie Hunter Bidens überhaupt an den (sehr gutdotierten) Job in diesem ukrainischen Konzern gekommen ist. Hat Papa Joe nachgeholfen? Und, wenn Ja, mit welchen Mitteln?
Mr. Swiss 04.10.2019
5. Dreck wird hängen bleiben
Die Strategie der Populisten verfängt leider beim einfachen Mann insbesondere: Man wirft mit Dreck zur richtigen Zeit auf andere, um von seinem eigenen Schmutz abzulenken. Im Zeitalter der Informationsflut wird von den Trump gläubigen Medien wie Foxnews der Sachverhalt einer Ueberprüfung schon als Schuldbeweis dargestellt. Sollte sich dann aber nichts finden in 2 Jahren oder so, dann wird diese Information einfach totgeschwiegen Oder man behauptet einfach, der ukrainische Generalstaatsanwalt hat Poltisch bedingt, seine Aufgabe nicht richtige wahrgenommen.
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