Ukraine-Konflikt Waffenruhe wird laut Poroschenko erstmals eingehalten

Es ein wichtiger Schritt in Richtung Friedensgespräche: Im Osten der Ukraine ruhen die Waffen. Staatschef Poroschenko sagte, es sei die erste echte Feuerpause seit sieben Monaten.

Ukraines Präsident Poroschenko in Sydney: Gute Nachrichten zu verkünden
AFP

Ukraines Präsident Poroschenko in Sydney: Gute Nachrichten zu verkünden


Kiew/Sydney - Die Kämpfe in der Ostukraine wurden vorerst eingestellt. Er habe "gute Neuigkeiten", sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bei einem Besuch in Sydney: Die Waffenruhe im Osten der Ukraine werde mittlerweile eingehalten.

Es sei "das erste Mal seit sieben Monaten", dass in den vergangenen 24 Stunden die Waffen geschwiegen hätten und kein ukrainischer Soldat getötet oder verletzt worden sei, sagte Poroschenko. Er sprach von einer "echten Waffenruhe".

Noch am Donnerstagmittag hatte die ukrainische Armee mitgeteilt, dass trotz der vereinbarten Waffenruhe zuvor binnen 24 Stunden drei Soldaten getötet und acht weitere verletzt worden waren. Poroschenkos Worten zufolge beruhigte sich die Lage dann anschließend.

Die Feuerpause hatte am Dienstag begonnen, sich aber rasch als brüchig erwiesen. Eine Waffenruhe gilt als wichtiger Schritt, um weitere Vereinbarungen umzusetzen, wie etwa den Abzug schwerer Waffen aus der Kampfzone.

Für die geplanten Friedensverhandlungen zwischen der Staatsführung und den Separatisten gibt es immer noch keinen festen Termin. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte sich am Montag vorsichtig optimistisch gezeigt, dass in der Krise eine leichte Entspannung erreicht werden könnte. Voraussetzung sei die Festlegung einer Demarkationslinie, hinter der sich die Kämpfer zurückziehen müssen.

vet/AFP



insgesamt 37 Beiträge
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antifarce 12.12.2014
1. Mit Waffengewalt kann man keine Fortschritte machen
Die Ukrainer sollte jetzt auch noch einen Schritt weitergehen und alle Soldaten abziehen. Diese Kämpfe gegen die Separatisten sind doch vollkommen sinnlos. Stattdessen sollte die Ukraine mit der Bevölkerung offen diskutieren.Vorbild könnte Spanien sein. Auch dort kommt keiner auf die Idee Mit Waffengewalt separatistische Bestrebungen zu verhindern.
bernd25647 12.12.2014
2. Na, geht den Russen jetzt die Kohle aus?
Gut so! Den wirtschaftlichen Niedergang kann Russland trotz einem riesigen Drohgetöse nicht mehr ignorieren. Nach einer Analyse der Nato kann Russland noch nicht einmal die Ukraine besetzen!
Leser1000 12.12.2014
3. Hoffnung zum Fest
Endlich einmal eine gute Nachricht. Hoffentlich kehrt die Vernunft endlich zurück!
ichbinich123 12.12.2014
4. Schön
dass auch die Ukraine endlich die Waffen ruhen lässt ( oder wartet man auf den Nachschub?). Von Frieden zu schwafeln aber weiter im Osten schießen passt nicht zusammen. Übrigens: die Herzen der Ostukrainer hat Kiew längst verloren. Aber fast habe ich das Gefühl dass es Kiew nicht um die Menschen dort geht, sondern nur um das Gebiet auf dem Sie " noch" leben. Noch.. vielleicht ist ja das das Ziel.
ichbinich123 12.12.2014
5. An Bernd25647
das Thema haben Sie nicht annähernd verstanden. Die Zusammenhänge nicht erkannt. Schon mal vom BIP eines Landes gehört? Mal über Russland googeln. Aber vielleicht ist das sinnlos, "Perlen vor die Säue".
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