Krieg in der Ostukraine Drei Kinder bei Minenexplosion getötet

Der seit vier Jahren schwelende Krieg in der Ukraine fordert weitere zivile Opfer: Bei der Explosion einer Landmine sind im Osten des Landes drei Kinder ums Leben gekommen.

Minenwarnschild in der Ukraine
REUTERS

Minenwarnschild in der Ukraine


Drei Kinder sind bei einer Minenexplosion im Kriegsgebiet Ostukraine getötet worden. Die Schulkinder im Alter von 13 bis 15 Jahren seien am Morgen nahe der Rebellenhochburg Horliwka im Gebiet Donezk unterwegs gewesen, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf die Behörden am Sonntag. Dabei seien sie auf die Minen getreten und getötet worden. Ein zehn Jahre alter Junge sei schwer verletzt worden.

In dem Krieg zwischen Regierungssoldaten und prorussischen Separatisten in der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit 2014 mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Landminen sind in dem Kriegsgebiet eine besondere Gefahr: Im vergangenen Jahr seien in der Ostukraine mehr Menschen durch Landminen ums Leben gekommen als in jedem anderem Konflikt weltweit, teilte ein Uno-Vertreter mit.

Der Vorfall ist nur der jüngste in einer langen Reihe von Explosionen, die das Separatistengebiet in den vergangenen Wochen erschüttert haben. Erst am Samstag wurden bei einer Detonation in Donezk drei Menschen verletzt, darunter ein Kandidat für das Amt des Anführers der selbst ernannten Volksrepublik Donezk. Deren Anführer Alexander Sachartschenko wurde im August bei einem Bombenanschlag in der Stadt getötet.

Trotz mehrerer Anläufe wird ein 2015 mit internationaler Vermittlung in Minsk vereinbarter Friedensplan bis heute nicht umgesetzt. Täglich brechen die Konfliktparteien den geltenden Waffenstillstand. Sie ignorierten auch eine Feuerpause anlässlich des Schulbeginns im September.

syd/dpa



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