Minutenprotokoll Die Ukraine-Krise am Montag

Die Ukraine zieht alle Truppen von der Krim ab, der Westen fürchtet weitere mögliche territoriale Vorstöße Russlands, und die Staats- und Regierungschefs der G7 sagen den Gipfel mit Russland in Sotschi ab - das sind die wichtigsten Ereignisse vom Montag in der Ukraine-Krise.
  • 3/24/14 9:37 AM
    Erste Details zum geplanten Truppenabzug von der Krim sickern durch: Die betroffenen Soldaten würden ins Kernland verlegt, sagte der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow im Parlament. Außerdem habe man beschlossen, die Angehörigen der Soldaten in Sicherheit zu bringen. Dies gelte für "alle, die heute unter Druck ihre Häuser verlassen müssen", sagte Turtschinow. Am Morgen hatten russische Soldaten mit Hilfe von schwerem Militärgerät sowie Kampfhubschraubern auf der Krim einen der letzten ukrainischen Stützpunkte eingenommen. 60 bis 80 ukrainische Soldaten seien festgenommen und der Kommandeur mit einem Hubschrauber fortgebracht worden, teilte der ukrainische Armeesprecher Wladislaw Selesnjow bei Facebook mit.
  • 3/24/14 9:33 AM
    Die Mächtigen treffen sich zum Krisentreffen: Überschattet von dem Konflikt mit Russland um die Ukraine kommen Vertreter von mehr als 50 Staaten heute Nachmittag zu einem Gipfel zur Atomsicherheit im niederländischen Den Haag zusammen. Dominiert werden dürfte das zweitägige Treffen von einer von US-Präsident Obama einberufenen Zusammenkunft der sieben großen Industriestaaten (G-7) zur Ukraine-Krise. Zu dem Kreis gehört auch Deutschland, das von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) vertreten wird. In der Ukraine selbst bleibt die Lage angespannt.
  • 3/24/14 9:18 AM
    Die ukrainischen Truppen auf der Krim sollen sich nach Angaben des Übergangspräsidenten Alexander Turtschinow von der Halbinsel zurückziehen. Dies habe das Verteidigungsministerium angeordnet. Die Entscheidung sei aufgrund des russischen Agierens in den vergangenen Tagen getroffen worden, meldet die Nachrichtenagentur "Reuters". Russische Truppen hatten zuletzt etliche verbliebene Militärstützpunkte auf der Krim besetzt. Erst am Montagmorgen war es zu einem weiteren Manöver gekommen.
  • 3/24/14 9:06 AM
    Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat sich am Morgen im "Deutschlandfunk" zum Konflikt zwischen dem Westen und Russland geäußert. Er meldet leise Zweifel an der Entscheidung an, die Regierung in Moskau zunächst nicht mehr an den G-8-Konsultationen teilnehmen zu lassen. Vom Treffen der G-7 in Den Haag erwartet Ischinger "deeskalierende Signale". Lesen Sie das ganze Interview hier:
    http://www.deutschlandfunk.de/ukraine-deeskalation-hat-vorrang.694.de.html?dram:article_id=280922
  • 3/24/14 8:54 AM
    Nach dem umstrittenen Beitritt der Krim zu Russland werfen die neuen Machthaber auf der Halbinsel der Ukraine vor, die Stromversorgung zu kappen. Nur etwa 50 Prozent des vereinbarten Lieferumfangs komme im Moment auf der Krim an, sagte Vizeregierungschef Rustam Temirgalijew in Simferopol am Montag. Er warf der Ukraine vor, die Halbinsel nach ihrem Anschluss an Russland nun unter Druck setzen zu wollen. Die Krim sei aber vorbereitet und habe Hunderte Dieselgeneratoren, um auf Stromsenkungen zu reagieren.
  • 3/24/14 8:42 AM
    US-Präsident Obama in Amsterdam: Welche Botschaft schickt der Westen nach Moskau? (Foto: dpa)
  • 3/24/14 8:39 AM
    US-Präsident Barack Obama ist in den Niederlanden eingetroffen. Seine Maschine landete kurz vor neun Uhr auf dem Flughafen Amsterdam. Obama wollte zunächst in Amsterdam das Reichsmuseum besuchen, bevor er in Den Haag an einem Gipfeltreffen über den Schutz von Nuklearmaterial vor Terroristen teilnimmt. Am frühen Abend will er im Kreis der sieben wichtigsten Industriestaaten bei einem improvisierten G-7-Gipfel über die Krise in der Ukraine sprechen.
  • 3/24/14 7:54 AM
    An diesem Montag soll auf der Krim neben der ukrainischen Währung Griwna offiziell der Rubel als Zahlungsmittel eingeführt werden. Russlands Präsident Wladimir Putin ordnete zudem die Einführung neuer Verwaltungsstrukturen an. Bis zum 29. März müssen die Polizei und der Zivilschutz, aber auch der Inlandsgeheimdienst FSB und andere Staatsorgane nach russischem Recht errichtet werden.
  • 3/24/14 7:53 AM
    Auf der Krim sollen am Montagmorgen wieder Schüsse gefallen sein. Mit Hubschraubern sollen russische Soldaten den Marine-Stützpunkt in Feodosia gewaltsam besetzt haben. Mit Feodosia wäre einer der letzten ukrainischen Stützpunkte auf der Krim nun in russischer Hand. Mehr hier:

    Attacke auf ukrainische Militärbasis: Schüsse auf der Krim - SPIEGEL ONLINE


    SPIEGEL ONLINERussland hat offenbar mit Hubschraubern den Marine-Stützpunkt Feodosia auf der Krim besetzt. Dies meldet das ukrainische Militär. Es sollen Schüsse gefallen sein. Die Russen wiederum beschuldigen die Ukrainer, einen Stromausfall auf der Halbinsel herbeigeführt zu haben.
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