Runder Tisch Deutscher Ex-Diplomat Ischinger soll in Ukraine vermitteln

Die OSZE setzt bei der Lösung des Ukraine-Konflikts auf einen deutschen Ex-Diplomaten: Wolfgang Ischinger soll Kovorsitzender des Runden Tischs zur nationalen Versöhnung werden.
Wolfgang Ischinger: OSZE-Chef Burkhalter lobt seine große Erfahrung

Wolfgang Ischinger: OSZE-Chef Burkhalter lobt seine große Erfahrung

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Tobias Hase/ dpa

Berlin/Kiew - Der frühere deutsche Diplomat Wolfgang Ischinger soll im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine-Krise vermitteln. Die ukrainische Regierung habe diesen Vorschlag bereits akzeptiert, sagte der OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter am Montag in Brüssel bei einem Treffen mit den EU-Außenministern.

Ischinger soll demnach als Moderator an hochrangig besetzten Runden Tischen zur Lösung der Krise in der Ukraine teilnehmen. Das erste Treffen soll nach Angaben der Bundesregierung am Mittwoch zwischen Vertretern der Übergangsregierung in Kiew und der Regionen im Osten und Süden des Landes statt finden.

"Diese Runden Tische sollen führende Vertreter der nationalen Regierung, des ukrainischen Parlaments und Vertreter der Regionen zusammenbringen", sagte Burkhalter, der den Außenministern einen Fahrplan für die Entspannung der Lage vor der am 25. Mai geplanten Präsidentschaftswahl vorstellte. Er sagte, die erste Gesprächsrunde soll "in wenigen Tagen" stattfinden.

Von ukrainischer Seite solle eine von allen Seiten unterstützte öffentliche Persönlichkeit als Moderator ernannt werden, sagte Burkhalter. Er hoffe auf einen Vorschlag aus Kiew bis Montagabend. im Gespräch sollen die Ex-Präsidenten Leonid Krawtschuk oder Leonid Kutschma sein. Ischinger werde als Komoderator am Tisch sitzen. "Seine große Erfahrung wird zweifellos ein unschätzbares Gut sein, um den nationalen Dialog voranzubringen", sagte der Schweizer Präsident.

Der 68-jährige Ischinger ist ein früherer deutscher Diplomat. In den vergangenen Jahren organisierte er die Münchener Sicherheitskonferenz.

syd/AFP
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