Ukraine Mutmaßliches Folteropfer Bulatow ins Baltikum ausgereist

Dmitro Bulatow hat Kiew offenbar in Richtung Lettland verlassen - will aber der Nachrichtenagentur dpa zufolge nach Litauen weiterreisen. Am Nachmittag hatte ein Gericht dem ukrainischen Regierungskritiker die Ausreise in die EU erlaubt.

Regierungsgegner Bulatow: Gericht erlaubt Ausreise
REUTERS

Regierungsgegner Bulatow: Gericht erlaubt Ausreise


Kiew - Der mutmaßlich gefolterte ukrainische Oppositionelle Dmitro Bulatow befindet sich offenbar auf dem Weg ins Baltikum. Der 35-Jährige fliegt zunächst in die lettische Hauptstadt Riga und reist dann ins litauische Vilnius weiter, berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Vertreter der ukrainischen Opposition.

Bereits am Samstag hatte die ukrainische Regierung bereits zugesichert, dass Bulatow in die EU ausreisen darf. Am Sonntag erlaubte ein Gericht in Kiew dem verletzten Oppositionellen, das Land zur medizinischen Behandlung zu verlassen. Zudem hat das Gericht das Verfahren wegen der Organisation von Massenunruhen eingestellt.

Bulatow gilt als einer der führenden Köpfe der Straßenproteste in der Ukraine. Am Donnerstagabend war er schwer misshandelt außerhalb der Hauptstadt Kiew aufgefunden worden, nachdem er eine Woche lang verschwunden war. Bulatow hatte angegeben, entführt und gefoltert worden zu sein. Die Behörden werfen ihm die Organisation gewaltsamer Proteste vor und stellten ihn unter Hausarrest.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte bereits am Samstag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz gesagt, dass Bulatow am Sonntag ausreisen dürfe. Sein ukrainischer Kollege Leonid Koschara habe ihm das zugesagt. Steinmeier bot dem Oppositionellen an, sich in Deutschland medizinisch behandeln zu lassen.

fdi/Reuters/AFP/dpa

insgesamt 25 Beiträge
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radeberger78 02.02.2014
1. Wer was denn nun eigentlich,
Zitat von sysopREUTERSDmitro Bulatow will die Ukraine offenbar noch am Sonntag in Richtung Lettland verlassen. Dies sagte Oppositionsführer Vitali Klitschko der Nachrichtenagentur Reuters. Am Nachmittag erlaubte ein Kiewer Gericht dem Regierungskritiker die Ausreise in die EU. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-mutmassliches-folter-opfer-bulatow-reist-nach-lettland-aus-a-950680.html
Janukowitschs Folterschergen oder war er Klitschko und seinen Kumpanen nur unsympathisch ?
mirror@13 02.02.2014
2. na ja
Zitat von sysopREUTERSDmitro Bulatow will die Ukraine offenbar noch am Sonntag in Richtung Lettland verlassen. Dies sagte Oppositionsführer Vitali Klitschko der Nachrichtenagentur Reuters. Am Nachmittag erlaubte ein Kiewer Gericht dem Regierungskritiker die Ausreise in die EU. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-mutmassliches-folter-opfer-bulatow-reist-nach-lettland-aus-a-950680.html
Es geht scheinbar voran, der untergründige Krieg der Nato, USA und EU gegen Russland und China, schöne Aussichten für 2014 !
93160 02.02.2014
3. Fragen ueber Fragen
Das Opfer soll in Deutschland behandelt werden. Nun meine Frage, warum? Gibt es in der Ukraine keine guten Aerzte? Muss das Opfer im Krankenhaus mit dem Tod rechnen? Wenn die Aerzte nicht gut genug sein sollten, warum laesst man ukrainische Aerzte in Deutschland arbeiten? Oder bezahlt es der Boxer? Fragen ueber Fragen und kein Journalismus kann es mir beantworten.
umbhaki 02.02.2014
4.
Zitat von radeberger78Janukowitschs Folterschergen oder war er Klitschko und seinen Kumpanen nur unsympathisch ?
Genau das interessiert mich auch sehr. Seltsamerweise liest man über jene, die sich dermaßen an Bulatow vergangen haben, so ganz und gar nichts …
syracusa 02.02.2014
5.
Zitat von mirror@13Es geht scheinbar voran, der untergründige Krieg der Nato, USA und EU gegen Russland und China, schöne Aussichten für 2014 !
Lustig, wie die Fans blutrünstiger Diktatoren hier sich und die Tyrannen als Opfer stilisieren, anstatt sich berechtigten Anschuldigungen zu stellen. Würden sich die Diktatoren nicht wie Diktatoren verhalten sondern die Normen des politischen Umgangs respektieren, zu deren Einhaltung sie sich ja immerhin selbst verpflichtet haben, dann gäbe es keine Kritik an diesen Diktatoren, und dann bräuchten die Fans der Diktatoren diese Kritik auch nicht als "Krieg" diffamieren.
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