Krise mit Russland Nato-General sagt Ukraine Unterstützung zu

Mitten in der Ukraine-Krise hat US-General Philip Breedlove der Ex-Sowjetrepublik die Unterstützung der Nato zugesagt. Sorgen bereite ihm die Militarisierung der Krim.

US-General Breedlove (l.), Regierungschef Jazenjuk: Shakehands in Kiew
REUTERS

US-General Breedlove (l.), Regierungschef Jazenjuk: Shakehands in Kiew


Kiew - Der Oberkommandierende der Nato in Europa, US-General Philip Breedlove, hat der Ukraine die Unterstützung des westlichen Militärbündnisses zugesichert. Während eines Besuchs in der Hauptstadt Kiew sagte er: "Die Ukraine ist nicht allein in Zeiten der Krise". Zuvor hatte er sich mit dem ukrainischen Regierungschef Arsenij Jazenjuk getroffen.

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Die Ukraine sei bereit, alles für eine effektive Zusammenarbeit mit dem westlichen Militärbündnis zu tun, versicherte Jazenjuk seinerseits. Das Land strebt einen Nato-Beitritt an. Russland lehnt dies entschieden ab, weil es in einer Ausdehnung der Nato in seine Nachbarschaft eine Bedrohung seiner Sicherheit sieht.

Luftwaffengeneral Breedlove sagte zudem, im Osten des Landes würden weiterhin russische Militäreinheiten operieren, die das "Rückgrat" der dort kämpfenden Rebellenverbände bildeten. Er sei auch besorgt über den Grad der Militarisierung der Krim, seit der Annexion der Halbinsel durch Moskau im März.

Bundeskanzlerin Merkel hatte die Generaldebatte im Bundestag über den Haushalt zu scharfer Kritik am Vorgehen Russlands im Ukraine-Konflikt genutzt. Sie warf Moskau vor, die territoriale Integrität der Ukraine zu missachten. Die Annexion der Krim durch Russland sei "durch nichts zu entschuldigen", kritisierte die Kanzlerin.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hingegen schlug erneut versöhnlichere Töne an: Er sprach sich während der Debatte im Bundestag dafür aus, am Petersburger Dialog zwischen Deutschland und Russland festzuhalten. Es dürften "nicht sämtliche Gesprächsformate entwertet" werden, die es noch mit Russland gebe, sagte Steinmeier.

loe/dpa/REUTERS/AFP



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