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Ukraine-Krise: Russlands Aufstellung aus der Luft betrachtet

Foto: AP/ DigitalGlobe via SHAPE

Ukraine-Krise Nato zeigt Russlands Truppen auf Satellitenbildern

Kampfhubschrauber und Panzer in Belgorod - die Nato zeigt Satellitenbilder, auf denen die militärische Stärke Russlands an der Grenze zur Ukraine deutlich wird. Das Bündnis erklärt: Nur wenn das Militär abzieht, kann es Verhandlungen geben.

Prag - Der oberste Nato-Militär General Philip M. Breedlove ist besorgt über die Lage an der ukrainischen Grenze, das betont er immer wieder. Das ist nun eine Woche her. Um den Ernst der Lage zu dokumentieren, hat die Nato nun Satellitenbilder von Ende März nachgereicht, die einen Militärstützpunkt in Belgorod aus der Luft zeigen. Zu sehen sind Kampfjets, Hubschrauber und Panzer. Die Fotos hat das Unternehmen Digital Globe gemacht, das sich auf Satellitenbilder spezialisiert hat. (Klicken Sie sich durch die Fotostrecke.)

Den Abzug eben dieser Truppen hat Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nun zur Bedingung für Gespräche mit der Regierung in Moskau gemacht. Nach Einschätzung des Militärbündnisses hielten sich etwa 40.000 russische Soldaten in der Nähe der früheren Sowjetrepublik auf, sagte Rasmussen bei einem Besuch in Prag. Sie beteiligten sich nicht an Manövern, sondern seien gefechtsbereit.

"Aggression ist illegal und illegitim"

"Wenn es Russland mit einem Dialog ernst meint, muss der erste Schritt ein Truppenabzug sein", sagte Rasmussen. Eine weitere militärische Aktion hätte ernste Folgen und würde zu harten Wirtschaftssanktionen führen. Er warf dem Land zudem vor, in der Ukraine Unruhen zu schüren. Etwa, um die Aufmerksamkeit von der Annexion der Krim wegzulenken. "Die Nato betrachtet diese Aggression als illegal und illegitim." Militärisch will das Bündnis aber nicht in der Ukraine eingreifen.

Foto: SPIEGEL ONLINE

Die ukrainische Übergangsregierung fürchtet, dass Russland wie auf der Krim auch im Osten des Landes seine Soldaten einsetzen könnte. Auch in der Region leben viele ethnische Russen, die die neuen Machthaber in Kiew ablehnen und Volksabstimmungen über eine Unabhängigkeit fordern. Nach einem derartigen Referendum wurde die Krim Teil der Russischen Föderation.

vek/Reuters/dpa