Gipfel in Brüssel Ukrainischer Präsident Poroschenko unterzeichnet EU-Assoziierungsabkommen

Die Ukraine festigt ihre Beziehungen zur Europäischen Union - Präsident Poroschenko unterzeichnete in Brüssel ein Assoziierungsabkommen. Russlands Außenministerium drohte prompt mit "schweren Konsequenzen".
Barroso, Poroschenko und Van Rompuy: Das EU-Abkommen ist unterschrieben

Barroso, Poroschenko und Van Rompuy: Das EU-Abkommen ist unterschrieben

Foto: FRANCOIS LENOIR/ REUTERS

Brüssel - Die Spannungen zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken und Russland dauern an. Dennoch hat die Europäische Union am Freitag ein Assoziierungsabkommen mit der Ukraine, Georgien und Moldau geschlossen. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko unterzeichnete den wirtschaftlichen Teil des EU-Abkommens. Der politische Teil war bereits nach den blutigen Protesten auf dem Maidan im März abgeschlossen worden.

Kritik an dem Vertrag zwischen EU und der Ukraine kam prompt aus Russland: Der stellvertretende Außenminister Grigori Karasin sagte, der Pakt werde "schwere Konsequenzen" haben. So zitiert ihn die Nachrichtenagentur Interfax. Auch Kreml-Sprecher Dmitri Peskow kündigte an, Moskau werde Maßnahmen ergreifen, die russische Wirtschaft zu schützen, sollten die Abkommen zwischen EU, Ukraine, Georgien und Moldau einen negativen Einfluss haben.

Poroschenkos Amtskollegen aus Georgien und Moldau setzten ihre Unterschriften unter ähnliche Abkommen. "Das ist ein großer Tag für Europa", sagte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Zukünftige Generationen in den Ländern würden sich wohl an diesen Tag erinnern. "Das sind Meilensteine in der Geschichte unserer Beziehungen."

Die Assoziierungsvereinbarungen stärken die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu den 28 EU-Ländern. Zusammenarbeit ist etwa für die Bereiche Handel und Energie vorgesehen. Die Kooperation in der Außenpolitik soll verstärkt sowie eine unabhängige Justiz und der Kampf gegen Korruption gefördert werden. Dazugehörige Freihandelsabkommen geben den Ländern einen verbesserten Zugang zum EU-Markt mit 500 Millionen Verbrauchern.

vek/AFP/Reuters
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