Russische Truppen in Krisenregion
Putin ordnet Ende der Militärmanöver nahe der Ukraine an
Wladimir Putin hat die russischen Truppen aus der Grenzregion zur Ukraine zurückbeordert und dortige Frühjahrsmanöver für beendet erklärt. Die Nato hingegen meldet, es gebe keine Anzeichen eines Rückzugs aus dem Gebiet.
Russischer Soldat bei Manöver der Wolgograd-Region: Von Putin zurückbeordert
Foto: ANDREY KRONBERG/ AFP
Moskau - Sind russische Truppen noch nahe der Grenze zur Ukraine stationiert oder nicht? Präsident Wladimir Putin hat nun offiziell die Beendigung der russischen Militärmanöver nahe der ukrainischen Grenze angeordnet. Das teilte der Kreml mit. Die Einheiten sollten in ihre Standorte zurückkehren, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Montag. Die Frühjahrsmanöver auf den Übungsplätzen in den Grenzgebieten Brjansk, Rostow am Don und Belgorod seien abgeschlossen.
Diesen Schritt koppelte Russland an den "sofortigen" Rückzug der ukrainischen Truppen aus dem Osten des Landes. Die Gewalt müsse aufhören, damit die Krise durch Dialog friedlich gelöst werden könne, hieß es in der Kreml-Mitteilung.
Die Nato reagierte prompt: Er sehe keine Zeichen des Rückzugs der russischen Truppen, sagte ein Offizier des Militärbündnisses nur wenige Minuten nach der Verkündung des Kreml.
Nach Angaben der Nato hatte Russland rund 40.000 Soldaten entlang der Grenze zur Ukraine zusammengezogen, wo prorussische Separatisten gegen die Regierung rebellieren. Putin hatte am 7. Mai erklärt, ein Teil dieser Streitkräfte sei zurückgezogen worden. Hingegen hatten die Nato und die USA erklärt, sie könnten keine Truppenreduzierung feststellen.