Ukraine-Krise Putin trifft Uno-Generalsekretär Ban

Russlands Präsident wird mit Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon über die Ukraine-Krise sprechen. Zuvor ordnete Wladimir Putin den Abzug der Truppen von der ukrainischen Grenze an - wovon die Nato allerdings noch nichts sieht.

Ban, Putin (bei einem Treffen im März): Treffen in Shanghai
REUTERS

Ban, Putin (bei einem Treffen im März): Treffen in Shanghai


Moskau/Peking - Russlands Präsident Wladimir Putin wird mit Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon über die Ukraine-Krise sprechen. Am Dienstag werden sie sich im chinesischen Shanghai treffen, teilte ein Sprecher Putins der russischen Agentur Itar-Tass mit.

Ban ist zurzeit auf einem China-Besuch, Putin startet seine Reise in die Volksrepublik am Dienstag.

Zuvor hatte der Kreml mitgeteilt, Putin habe nun offiziell ein Ende der russischen Militärmanöver nahe der ukrainischen Grenze angeordnet. Die Einheiten sollten in ihre Standorte zurückkehren, die Frühjahrsmanöver auf den Übungsplätzen in den Grenzgebieten Brjansk, Rostow am Don und Belgorod seien abgeschlossen.

Diesen Schritt koppelte Russland an den "sofortigen" Rückzug der ukrainischen Truppen aus dem Osten des Landes. Die Gewalt müsse aufhören, damit die Krise durch Dialog friedlich gelöst werden könne, hieß es in einer Kreml-Mitteilung.

Die Nato reagierte prompt: Ein Offizier des Militärbündnisses sagte nur wenige Minuten nach der Mitteilung des Kreml, er sehe keine Zeichen des Rückzugs der russischen Truppen.

Nach Angaben der Nato hatte Russland rund 40.000 Soldaten entlang der Grenze zur Ukraine zusammengezogen, wo prorussische Separatisten gegen die Regierung rebellieren. Putin hatte am 7. Mai erklärt, ein Teil dieser Streitkräfte sei zurückgezogen worden. Hingegen hatten die Nato und die USA erklärt, sie könnten keine Truppenreduzierung feststellen.

fab/vek/dpa/Reuters

insgesamt 46 Beiträge
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fabio 19.05.2014
1. Ja nun..
die NATO "sieht" erst was,wenn Russland alle Waffen und Soldaten im Pazifik versenkt hat... Die sprechen ja bei 75 km noch von "nahe der Grenze".
Krittler 19.05.2014
2. Hä?
Putin hat den Abzug der Truppen angeordnet! Die können ja nicht dann jetzt schon weg sein. Soll er die "wegbeamen"? Langsam wirds immer alberner!
m.henseler 19.05.2014
3. Die NATO
ringt um ihre Daseinsberechtigung, das sollte jedem mitt*ler*wei*le klar geworden sein.
observatorius 19.05.2014
4. Die Plage der NATO-versteher
Die NATO ist längst das größte Hindernis auf dem Weg zu einer zeitgemäßen wirklich europäischen Sicherheitsordnung. Stattdessen reproduziert die NATO stereotyp und fahrlässig die immer gleichen Feindbilder. Wenn wir in Europa ein friedliches 21.Jahrhundert gestalten wollen, dann müssen wir die NATO endlich in die Mottenkiste des 20.Jhds verbannen.
fanny51 19.05.2014
5. Ja nun....
dann müsste er ja jetzt schon zum zweiten Mal die Waffen versenken.
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