Ukraine Russland einverstanden mit Bewaffnung von OSZE-Beobachtern

Ein wichtiger Streitpunkt im Ukraine-Konflikt scheint gelöst: OSZE-Beobachter könnten bald Waffen tragen. Russlands Außenminister Lawrow erklärte, er habe nichts gegen "Pistolen zur Verteidigung".


Die russische Regierung hat sich erstmals damit einverstanden erklärt, dass Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei ihrem Einsatz im Osten der Ukraine bewaffnet sein können. Einige OSZE-Beobachter könnten künftig bewaffnet sein, etwa "mit Pistolen zu ihrer Verteidigung", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow im Staatssender Rossija.

Bislang wird der brüchige Waffenstillstand zwischen den prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine und den ukrainischen Regierungstruppen von nicht bewaffneten OSZE-Beobachtern überwacht. OSZE-Chef Lamberto Zannier hatte sich zur Entsendung bewaffneten Personals in die Ukraine bereit erklärt, sofern alle Konfliktparteien einverstanden seien. Moskau war jedoch bislang stets gegen eine bewaffnete Friedensmission.

Der bewaffnete Konflikt in der Ostukraine begann im April 2014. Inzwischen stieg die Zahl der Toten auf 9400. Die Ukraine wirft Russland vor, den Konflikt durch Waffenlieferungen und personelle Verstärkung der Separatisten in den Regionen Donezk und Lugansk zu schüren.

wal/AFP/dpa



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