Ausbildermission US-Armee drillt Kiews Spezialeinheiten

US-Know-how für ukrainische Elitesoldaten: Das Pentagon weitet seinen Trainingseinsatz in dem osteuropäischen Land aus. Auch Spezialkräfte sollen bald an der polnischen Grenze gecoacht werden.
US-Soldaten bei Übung in der Ukraine: So wird's gemacht

US-Soldaten bei Übung in der Ukraine: So wird's gemacht

Foto: Mykola Tys/ dpa

Diese Entscheidung dürfte auch in Moskau sehr aufmerksam registriert worden sein. Das US-Militär baut seinen Ausbildungseinsatz in der Ukraine aus. Neben der Nationalgarde des Innenministeriums sollen ab Herbst auch Soldaten und Spezialeinsatzkräfte geschult werden, die dem Verteidigungsministerium unterstehen.

Diesen Schritt verkündete ein Sprecher des Außenministeriums in Washington am Freitag. Man folge einer Bitte aus Kiew. Dabei werde der Schwerpunkt voraussichtlich auf Taktik und der medizinischen Versorgung in Gefechtssituationen liegen.

Die Ausweitung der Mission sei Teil der langfristig angelegten Militärkooperation mit der prowestlichen Regierung in Kiew, erklärte das Ministerium. Waffenlieferungen seien nach wie vor nicht geplant. In Russland war die Trainingsmission unter US-Führung zuletzt scharf kritisiert worden.

Seit Frühling 2015 bildet die US-Armee die Nationalgarde des osteuropäischen Landes aus.

Mission im Westen des Landes: US-Soldaten schulen ukrainische Kameraden

Mission im Westen des Landes: US-Soldaten schulen ukrainische Kameraden

Foto: Mykola Tys/ dpa

Das Training findet im Westen des Landes nahe der polnischen Grenze statt, weit entfernt von den Rebellengebieten im Osten des Landes. Dort kämpfen Regierungstruppen gegen prorussische Separatisten.

In dem bewaffneten Konflikt zwischen prorussischen Einheiten und der ukrainischen Armee wurden seit dem Frühjahr 2014 bereits mehr als 6500 Menschen getötet. Kiew und der Westen beschuldigen Moskau seit Langem, die Rebellen zu unterstützen. Russland weist die Vorwürfe zurück.

jok/dpa/AFP/Reuters
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