Ankündigung von Poroschenko Ukraine will 2020 Antrag auf EU-Mitgliedschaft stellen

Die Ukraine will EU-Mitglied werden und in sechs Jahren einen entsprechenden Antrag stellen. Das hat Präsident Poroschenko angekündigt. Weitreichende Wirtschaftsreformen sollen das Land fit für Europa machen.

Präsident Poroschenko: Strategiepapier für den EU-Beitritt
REUTERS

Präsident Poroschenko: Strategiepapier für den EU-Beitritt


Kiew/Brüssel - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko will sein Land in die Europäische Union führen. In den kommenden sechs Jahren wolle er rund 60 Reformen umsetzen, mit denen die Ukraine in den kommenden sechs Jahren auf einen EU-Beitritt vorbereitet werden soll, kündigte der Staatschef an.

Seine Strategie bis 2020 will der Präsident bei einer Pressekonferenz in der ukrainischen Hauptstadt am Nachmittag vorstellen. Zuletzt hatten Kiew und Brüssel ein Assoziierungsabkommen geschlossen, das als richtungsweisender Schritt für die Annäherung zwischen der Ukraine und der EU gilt. Poroschenkos Strategiepapier orientiert sich an seiner Amtszeit, die regulär 2019 endet.

Die Ankündigung dürfte die Spannungen innerhalb der Ukraine verschärfen. Die Zentralregierung in Kiew befindet sich seit Monaten in einem bewaffneten Konflikt mit von Moskau unterstützten Separatisten im Osten des Landes, die eine Annäherung des Landes an den Westen kategorisch ablehnen.

Poroschenko sagte, dass die vereinbarte Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und Separatisten in der Ostukraine derzeit eingehalten werde. In den vergangenen 24 Stunden habe es zum ersten Mal seit Monaten keine Toten oder Verletzten gegeben. Den schlimmsten Teil der Kämpfe habe man überstanden: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass der gefährlichste Teil des Krieges vorbei ist, dank dem Heldentum der ukrainischen Soldaten", sagte Poroschenko.

syd/dpa/AFP/Reuters

insgesamt 70 Beiträge
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radeberger78 25.09.2014
1. Poroschenko
muss ein gandenloser Optimist sein .... wer soll das Geld den dafür geben, die EU steckt selbst in der Krise und die finanziellen Möglichkeiten sind durch die Pleitestaaten nahezu ausgeschöpft.
onlinematter 25.09.2014
2. in sechs Jahren?
bis dahin gibt es die Ukraine nicht mehr als Nation. Da könnte man sie eigentlich schon jetzt auflösen. Den Nordwesten zu Polen, den Südosten zu Russland. Fertig.
rosskal 25.09.2014
3. Nächste Katastrophe
Das wäre ja die nächste Kastastrophe! Die "Maidanisten" haben mutwillig ihr eigenes "Haus" zerschossen und wollen nun bei den Nachbarn unter die Decke schlüpfen. Nötige humanitäre Hilfe: ja, aber keinen Deut mehr! Und die EU fliegt sowieso uns schon sehr bald um die Ohren, sie wäre also perspektivisch auch für Ukraine keine große Hilfe.
lpino 25.09.2014
4. Fass ohne Boden...
Na dann viel Spass. Das BIP pro Kopf liegt deutlich unter dem von Albanien und beträgt nicht einmal ein Zehntel des Werts in Deutschland. Und das bei aktuellem Bürgerkrieg, ethnischen Problemzonen und einer häufig verzichteten Korruption... Besser kann man der EU gar nicht schaden.
arthur_schoenfisch 25.09.2014
5.
Es wäre schon gut wenn diese Regierung 2015 durchregiert. Wer weiss ob diese Regierung politisch den Winter überlebt.
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