Ukrainische Krankenschwester Gaddafis "üppige Blondine" hat Libyen verlassen

Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi verliert immer mehr seiner Vertrauten. Jetzt hat offenbar auch seine persönliche Krankenschwester das Land verlassen. Die in US-Diplomatendepeschen als "üppige Blondine" beschriebene Ukrainerin ist aus Angst vor der Gewalt in ihre Heimat geflohen.

In Gaddafis Diensten: Das Bild soll Krankenschwester Galyna Kolotnyzka zeigen
AP/ Halyna Kolotnytska's family archive

In Gaddafis Diensten: Das Bild soll Krankenschwester Galyna Kolotnyzka zeigen


Kiew - Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi hat eine weitere enge Vertraute verloren. Nachdem sich hochrangige Regierungsmitarbeiter, Diplomaten und Piloten angesichts der blutigen Niederschlagung der Proteste von dem 68-Jährigen abgewandt hatten, verließ ihn nun auch seine langjährige Krankenschwester aus der Ukraine.

Die von US-Diplomaten als "üppige" blonde Krankenschwester an der Seite von Gaddafi beschriebene Ukrainerin hat wegen der Gewalt in Libyen das Land verlassen. Die 38-Jährige ist am Sonntag in den frühen Morgenstunden in Kiew eingetroffen. Sie war an Bord eines Flugzeuges, das 122 Ukrainer und 68 andere Staatsangehörige aus dem nordafrikanischen Land ausflog, wie der Fernsehsender Channel 5 zeigte.

Eine ukrainische Tageszeitung hatte bereits über die geplante Rückkehr von Galyna Kolotnyzka berichtet. "Segodnja" zitierte ihre Tochter Tetjana mit den Worten, ihre Mutter sei außer Gefahr und habe am Freitag bei einem Telefongespräch mit ruhiger Stimme gesprochen. Die Familie solle sich keine Sorgen machen, sie würde bald nach Hause kommen, habe ihre Mutter gesagt.

In einer von WikiLeaks veröffentlichten amerikanischen Diplomatendepesche heißt es, die 38-Jährige würde immer mit Gaddafi reisen, da nur sie "seine Routine" kenne. US-Diplomaten hatten eine mögliche Liebesbeziehung zwischen den beiden angedeutet. Dies wurde aber von Kolotnyzkas Tochter dementiert.

Der 68-jährige Gaddafi hat vier ukrainische Krankenschwestern, die nach ihm sehen. Auch Kolotnyzkas Tochter bestätigte, dass Gaddafi von mehreren ukrainischen Krankenschwestern betreut wird. "Aus irgendeinem Grund vertraut er den libyschen Frauen nicht", sagte sie. Ihre Mutter sei vor neun Jahren nach Libyen gezogen.

lgr/AFP/dapd

insgesamt 5 Beiträge
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janne2109 27.02.2011
1. joahhh
dann soll sie nach Hause fliegen.... was sollen wir darüber diskutieren??
iosono3 27.02.2011
2. überraschungsgast
Zitat von janne2109dann soll sie nach Hause fliegen.... was sollen wir darüber diskutieren??
sie sollten schon wissen wer demnächst bei lanz,sten tv,kerner........auftreten wird. dann schauen sie auch nicht dumm aus der wäsche wenn beim nächsten ard-promispiel so ne dicke üppige prominente rumsitzt und keiner weiss wer das ist. jeder wird denken''mensch,die ferres hat aber abgenommen''-aber mindestens wir zwei wissen schon heute das es nicht die ferres ist.
idiotina 27.02.2011
3. Spon - Spott
Zitat von janne2109dann soll sie nach Hause fliegen.... was sollen wir darüber diskutieren??
Na, SPON ist doch mittlerweile eine Mischung aus Boulevard und diesen anderen glorreichen Wochenzeitschriften, die meine Grossmutter immer zu lesen pflegte um sich über die neusten Affären der europäischen Fürstenhäuser zu informieren. Dank SPON spare ich nun viel Geld, jetzt wo ich älter werde und auch bald regelmässig diese Magazine lese. Danke SPON für diese grosse Vielfalt an extrem wichtigen Themen! P.S.: Heute ist übrigens der Geburtstag von Nancy Sprungen, der Freundin von Sid Vivious. Na, ein Artikelchen dazu vielleicht?
oldasianhand 28.02.2011
4. Ja, das feulliotonistische Zeitalter gebiert seine Opfer
Zitat von idiotinaNa, SPON ist doch mittlerweile eine Mischung aus Boulevard und diesen anderen glorreichen Wochenzeitschriften, die meine Grossmutter immer zu lesen pflegte um sich über die neusten Affären der europäischen Fürstenhäuser zu informieren. Dank SPON spare ich nun viel Geld, jetzt wo ich älter werde und auch bald regelmässig diese Magazine lese. Danke SPON für diese grosse Vielfalt an extrem wichtigen Themen! P.S.: Heute ist übrigens der Geburtstag von Nancy Sprungen, der Freundin von Sid Vivious. Na, ein Artikelchen dazu vielleicht?
Rudolf fehlt eindeutig und die Konkurrenz aus Muenchen fokussiert sich genau auf diese "ueppigen Neuigkeiten" mit allgemeinen Tagesgeschen gemischt, ist das was Mensch unter "Leitkultur" verstehen darf und ist das der Grund warum SPON diesem graesslichen, voellig verflachten "Reality Theater" Trend folgt?
gemamundi 28.02.2011
5. Wichtig,historisch auf den zweiten Blick....
Zitat von janne2109dann soll sie nach Hause fliegen.... was sollen wir darüber diskutieren??
Nun, schon, beweist ihm (dem schrecklichen Diktator) doch,das er noch nicht einmal historische Vergleiche zu der negativen Größe eines - beispielsweise - NERO ziehen kann. NEROs AKTE (AKTE war der Name seiner Lieblingssklavin)blieb bei ihm,soll ihm gar bei der Selbsttötung geholfen haben... So oder so ähnlich historisch und hysterisch relevant wird das dann etwa die Redaktion KERNER benennen...... (KERNER,- das ist der Talk-Kumpel des Betrügers Guttenberg.) Wir wollen doch alles wissen.... UND - man braucht sich nicht stets mit wirklich relevantem befassen.
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