Umfrage Amerikaner haben weniger Interesse an Irak-Krieg

Bei seinem Kampf gegen die "Achse des Bösen" kann US-Präsident George Bush nicht mehr mit einem großen Rückhalt der Amerikaner rechnen. Nur noch knapp über die Hälfte der US-Bürger befürworten einen Feldzug gegen den Irak.

Washington - Lediglich 53 Prozent der Amerikaner sind für einen gewaltsamen Sturz von Präsident Saddam Hussein. Das ergab eine am Umfrage des Fernsehsenders CNN, der Zeitung "USA Today" und des Meinungsforschungsinstituts Gallup. Im Juni waren noch 61 Prozent für einen Krieg gegen den Irak. Auch die Beliebtheit von Bush geht kontinuierlich zurück: 65 Prozent der Amerikaner mögen ihren Staatschef; dagegen waren es im Juli noch 71 Prozent und vor zwei Monaten 76 Prozent.

Einig sind sich die meisten US-Bürger aber trotz allem mit Bush: 86 Prozent der Befragten glauben, dass Saddam Hussein terroristische Gruppen unterstützt, 55 Prozent sind der Meinung, er baue Massenvernichtungswaffen und 53 Prozent halten ihn für einen der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September.

Bei einem Besuch von Bush in Portland (Oregon) kam es unterdessen zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Bereitschaftspolizei. Die Polizisten gingen mit Reizgas und Schlagstöcken gegen die mehreren hundert Demonstranten vor, die ihrerseits auf Polizeiautos einschlugen.

Die Proteste richteten sich gegen die US-Außenpolitik und insbesondere die Spekulationen über einen möglichen Angriff auf Irak.

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.