Umfrage Jeder vierte Amerikaner hat Vorurteile gegen Muslime


Washington - 25 Prozent der US-Bürger haben negative Vorurteile gegenüber Muslimen. Das ergibt eine Studie des Rates für amerikanisch-islamische Beziehungen. Mehr als jeder vierte Befragte stimmte demnach anti-muslimischen Einstellungen zu, etwa, dass der Islam Hass und Gewalt predigt, oder dass Muslime das Leben weniger schätzen als Angehörige anderer Kulturen. 29 Prozent der 1000 interviewten Amerikaner waren der Ansicht, dass Muslime den American Way of Life ändern wollen.

Seit den Anschlägen vom 11. September seien diese Ansichten von einer Serie von Terrorakten scheinbar bekräftigt worden, sagte Omar Ahmad, der Vorsitzende des Rates. Er verwies auf Enthauptungen im Irak und das Geiseldrama im nordossetischen Beslan. "Aber die Aktionen haben nichts mit dem Islam zu tun. Die Terroristen berufen sich auf ihre Religion, aber sie handeln wider die islamische Kultur."

Positiv wertete Ahmad bei der Vorstellung der Umfrage, dass immerhin mehr als die Hälfte nicht der Ansicht war, dass alle Muslime unehrlich sind. Ein Großteil der Amerikaner hat auch gute Meinungen über den Islam. Mehr als sechs von zehn Befragten glauben, dass Familienwerte im islamischen Kulturkreis einen hohen Stellenwert haben.



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