Umfrage US-Image wird immer schlechter

Die Beliebtheit der USA ist in einigen Ländern der Welt Umfragen zufolge deutlich gesunken, unter anderem in Deutschland.  Wichtigster  Grund für den schlechten Ruf der Vereinigten Staaten: der Krieg im Irak. 


Washington - Die Beliebtheit der USA nahm beispielsweise in Deutschland deutlich ab, heißt es in einer Umfrage des Pew-Instituts, die am Dienstag in Washington vorgestellt wurde.  Demnach haben in Deutschland nur noch 37 Prozent eine positive Meinung von den USA, im Vorjahr waren es noch 41 Prozent.

In anderen europäischen Ländern zeigte sich ein ähnlicher Trend: In Frankreich sank der Wert von 43 auf 39 Prozent, in Russland von 52 auf 43 Prozent. Der stärkste Imageverlust für die USA wurde in Spanien verzeichnet, wo der Wert um ganze 18 Punkte auf 23 Prozent zurückging. Dem Institut zufolge wird der Ruf der Vereinigten Staaten noch immer vor allem durch den Irak-Krieg belastet.

Vor allem die Deutschen sehen den Konflikt und seine Auswirkungen auf die weltweite Sicherheitslage weiterhin kritisch. In der Pew-Umfrage erklärten 66 Prozent der deutschen Befragten, der Krieg habe die Welt unsicherer gemacht. Nur 21 Prozent sahen die Auswirkungen des Krieges positiv und gaben an, die Welt sei zu einem sichereren Ort geworden.

An Beliebtheit gewonnen haben die USA nur in einigen wenigen Ländern, darunter Pakistan, das nach dem Erdbeben vom Oktober massive amerikanische Hilfe bekam. Dort stieg der Zustimmungswert für die Vereinigten Staaten seit vergangenem Jahr um vier Punkte auf 27 Prozent. Auch in China sind die USA populärer geworden - 47 Prozent haben dort laut Pew eine positive Meinung von den Vereinigten Staaten, das sind fünf Prozentpunkte mehr als 2005.

Für die Umfrage hatte das Institut insgesamt 17.000 Menschen rund um den Globus befragt.

fok/AFP/AP



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