Umstrittener Deal Australien liefert Russland Uran

Australien will Russland Uran liefern. Ministerpräsident Howard und der russische Staatschef Putin unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung. Der Kreml-Chef kündigte den Bau von 30 neuen Atomkraftwerken an. Die australische Opposition befürchtet eine militärische Nutzung des Urans.


Sydney – John Howard und Wladimir Putin unterzeichneten den Vertrag während des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Sydney. Kreml-Chef Putin sagte, Russland wolle in den nächsten zwei Jahrzehnten 30 neue Atomkraftwerke bauen. Nur dafür werde der Brennstoff aus Australien benötigt. Das Abkommen schließt einen Weiterverkauf oder eine militärische Nutzung des Urans aus.

Auch der australische Außenminister Alexander Downer wies Befürchtungen der Opposition zurück, man könne Putin nicht trauen, dass er das Uran nicht doch für militärische Zwecke nutzen oder an Drittländer wie Iran weiterverkaufen werde. Solche Spekulationen seien wirklichkeitsfremd, sagte Downer im australischen Rundfunk.

Australien hat kein eigenes Atomprogramm, verfügt aber über 40 Prozent der weltweit bekannten Uranreserven. Diese unterliegen strikten Exportbestimmungen. So darf das Material nicht für militärische Zwecke eingesetzt werden, auch nicht zum Antrieb von Atom-U-Booten.

als/AP



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