Umweltschutz 16 US-Staaten verklagen Bush-Regierung

Sie wollten Autoabgase reduzieren und wurden von der US-Regierung gestoppt: Im Streit um mehr Umweltschutz haben 16 US-Staaten - darunter Kalifornien - jetzt das Umweltministerium verklagt.


Los Angeles - Die Klage der 16 US-Bundesstaaten ist bei einem Berufungsgericht in Washington eingegangen. Dies berichtet die "Los Angeles Times".

Die Klage richte sich gegen eine Entscheidung der US-Umweltbehörde (EPA) vom 19. Dezember, mit der diese es abgelehnt hatte, dass der Westküstenstaat eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Autos im Alleingang gesetzlich vorschreibt.

Die EPA hatte in ihrer Entscheidung auf ein Mitte Dezember von US-Präsident George W. Bush unterzeichnetes Bundesgesetz verwiesen, mit dem Washington den Durchschnittsverbrauch der Autos bis 2020 um 40 Prozent reduzieren will. Damit bleibt die Bundesregierung jedoch hinter den Einsparungszielen Kaliforniens zurück.

Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger bezeichnete die Entscheidung der Bundesbehörde am Donnerstag als "unverschämt". "Sie ignoriert den Wunsch von Millionen Bürgern, die von ihrer Regierung Maßnahmen im Kampf gegen die Erderwärmung erwarten."

Zu den Klägern gehören außer Kalifornien auch die Bundesstaaten Massachusetts, Arizona, Connecticut, Delaware, Illinois, Maine, Maryland, New Jersey, New Mexico, New York, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont und Washington.

hen/dpa



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