Umweltschutz Robert Redford nennt US-Regierung "ignorant"

Der US-Schauspieler Robert Redford hat die Umweltpolitik der amerikanischen Regierung scharf kritisiert. Das Verhalten des Bush-Kabinetts zu dem Thema sei "undemokratisch" und "ignorant".


Zur Erhaltung des arktischen Nationalparks im Bundesstaat Alaska hatte Umweltschützer Redford nach eigenen Angaben "an die 100.000 E-Mails im ganzen Land" versandt. Auch der Senat hatte sich gegen die geplanten Ölbohrungen in den Schutzgebieten ausgesprochen. Trotzdem wolle US-Vizepräsident Dick Cheney als "ehemaliger Ölmanager" weiterhin die "Energiepolitik hinter verschlossenen Türen verhandeln". Robert Redford unterstützt das Natural Resources Defense Council, das jetzt "die Bush-Regierung verklagen" werde.

Bereits in den achtziger Jahre hatte der Hollywood-Schauspieler ein "Institute for Resource Management" gegründet, um Kontrahenten aus Industrie und Umweltorganisationen zusammen zu bringen. "Das Frustrierende war, dass die Bundesbehörden unsere Resolutionen in der Schublade verschwinden ließen", sagt Redford. Die Vereinigten Staaten seien auf dem Gebiet von "ökologischen Standards völlig unterentwickelt", urteilt Redford, der im Bundesstaat Utah auf 2500 Hektar eigenem Land selbst ein Skiressort mit hohen Umweltanforderungen betreibt. Die amerikanische Öffentlichkeit, so Redford, befürworte zwar den Umweltschutz, aber "unsere eigenen Politiker sind Ignoranten".

Das vollständige Interview mit Robert Redford erscheint in der neuen Verlagsbeilage "Papernews", die den größten deutschen Zeitschriften und Zeitungen wie SPIEGEL, "Stern", "Focus" und "Die Zeit" beiliegt.



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