Ungarn Neonazi-Anführer erschießt Polizisten

Bei einer Razzia hat ein ungarischer Neonazi auf Polizisten geschossen und einen Beamten tödlich getroffen. Der Täter wurde festgenommen.
Polizisten am Tatort in Ungarn

Polizisten am Tatort in Ungarn

Foto: Csaba Krizsan/ dpa

Als Polizisten das Haus von István Györkös umstellt hatten, fielen die Schüsse. Bei einer Razzia im ungarischen Dorf Bony bei Gyor hat der Chef einer Nazi-Organisation auf einen Beamten gefeuert. Der Mann erlag laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur MIT im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Einem Zeitungsbericht zufolge wollten die Sicherheitskräfte das Haus des Gründers der neofaschistischen Ungarischen Nationalen Front (MNA) durchsuchen. Der 75-jährige Györkös soll etwa sechs Schüsse mit einem Sturmgewehr abgegeben haben. Er selbst wurde verletzt festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht.

Die MNA versteht sich als Nachfolgerin der sogenannten Hungaristen-Bewegung von Ferenc Szálasi, der als Diktator von Hitlers Gnaden von 1944 bis 1945 über Ungarn geherrscht hatte. Sie kooperiert mit dem internationalen Neonazi-Netzwerk Blood & Honour. Auf seinem Landgut veranstaltete Györkös regelmäßig Wehrsportübungen, die auch gerne von deutschen Neonazis besucht wurden. Das Camp blieb von den Behörden stets unbehelligt.

kev/AP/dpa
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