Appell von Unicef Ohne unsere Hilfe droht 70 Millionen Kindern der Tod

Millionen Kinder unter fünf Jahren sind weltweit von Armut, Krankheiten und chronischer Unterernährung betroffen. Ihr Tod wäre vermeidbar - das Kinderhilfswerk Unicef fordert internationale Hilfe.

Ein indisches Kind isst die Reste eines Maiskolbens: Viele Jungen und Mädchen in Indien sind unterernährt
DPA

Ein indisches Kind isst die Reste eines Maiskolbens: Viele Jungen und Mädchen in Indien sind unterernährt


Die Uno-Kinderschutzorganisation Unicef hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, sich stärker für arme und benachteiligte Kinder dieser Welt einzusetzen. Knapp 70 Millionen von ihnen könnten sonst bis 2030 an vermeidbaren Ursachen sterben, heißt es in einem Bericht.

"Das Leben und die Zukunft der am stärksten benachteiligten Kinder zählt - nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familien, ihre Gemeinden und ihre Gesellschaft", sagte Unicef-Chef Anthony Lake. "Wenn die internationale Gemeinschaft zulässt, dass der jetzige Trend weitergeht, werden Millionen Kinder sterben." Der Teufelskreis müsse durchbrochen werden, forderte Lake. Die Armen von gestern seien die Armen von heute geworden und könnten wiederum ihren Kindern keine ordentliche Bildung ermöglichen.

Seit den Neunzigerjahren wurde die Kindersterblichkeit nach Angaben von Unicef zwar halbiert - doch immer noch sterben jährlich fast sechs Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Krankheiten. Rund 119 Millionen Kinder werden dem Bericht zufolge in den kommenden 15 Jahren an chronischer Mangelernährung leiden. 58 Millionen Kinder könnten zudem nicht zur Schule gehen.

Die Staats- und Regierungschefs sollten sich deshalb auf die ärmsten Kinder dieser Welt konzentrieren. Nur mit ihrer Hilfe könne man vermeiden, dass Millionen sterben, so Lake.

kry/dpa

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