Kämpfe in Syrien Uno befürchtet Anstieg der Flüchtlingszahlen

Die Kämpfe in der syrischen Provinz Idlib zwingen Zehntausende Zivilisten zur Flucht. Die Situation alarmiert auch die Verantwortlichen der Uno. Generalsekretär Guterres richtet einen dringenden Appell an die Kriegsparteien.
Uno-Generalsekretär Guterres: "Pflicht, Zivilisten zu schützen"

Uno-Generalsekretär Guterres: "Pflicht, Zivilisten zu schützen"

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Pedro Nunes/ REUTERS

Uno-Generalsekretär António Guterres hat mit Blick auf die betroffenen Menschen zum sofortigen Stopp der Kämpfe in der syrischen Provinz Idlib aufgerufen. "Der Generalsekretär erinnert alle Parteien an die Pflicht, Zivilisten zu schützen", sagte Uno-Sprecher Stephane Dujarric am Dienstag. Die Zahl der syrischen Flüchtlinge, die aus der Rebellenhochburg in die Türkei fliehen, ist der türkischen Hilfsorganisation IHH zufolge auf 120.000 angewachsen. Der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge sind seit Donnerstag 40.000 auf der Flucht.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lehnt die Aufnahme weiterer Hilfesuchender ab. Sein Land habe bereits 3,7 Millionen Vertriebene aus Syrien aufgenommen und keine weiteren Kapazitäten.

Am Montag hatte sich eine türkische Delegation auf den Weg nach Russland gemacht, um über die Lage zu verhandeln. Russland unterstützt die Angriffe der Armee des syrischen Präsidenten Baschar al Assad auf die Rebellenhochburg.

Die Türkei hat sich dagegen mit bestimmten Rebellengruppen verbündet und will zudem einen Sicherheitskorridor auf syrischem Gebiet einrichten, in dem die in der Türkei lebenden Flüchtlinge angesiedelt werden sollen. Über die Ergebnisse der russisch-türkischen Gespräche wurde zunächst nichts bekannt.

mik/dpa
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