Uno-Bericht Binnen fünf Jahren starben fast 1600 Kinder und Jugendliche auf der Flucht

Besonders gefährlich ist die Flucht über das Mittelmeer sowie über die Grenze zwischen Mexiko und den USA: Weltweit sind nach neuen Angaben der Uno von 2014 bis 2018 Tausende Migranten gestorben.
Migranten auf dem Mittelmeer (Archivaufnahme)

Migranten auf dem Mittelmeer (Archivaufnahme)

Foto: ARIS MESSINIS/ AFP

In der Zeit zwischen 2014 und 2018 sind insgesamt fast 1600 Migranten unter 18 Jahren ums Leben gekommen oder werden vermisst. Das geht aus dem Bericht "Fatal Journeys" der zur Uno gehörenden Internationalen Organisation für Migration (IOM)  hervor.

Besonders gefährlich ist demnach die Flucht über das Mittelmeer, vor allem die Route von Libyen nach Italien: Dabei kamen nach Angaben der Organisation im untersuchten Zeitraum 678 Kinder und Jugendliche ums Leben. Insgesamt seien dort in dieser Zeit mehr als 17.900 Menschen gestorben. In Südostasien starben laut dem Bericht 363 Kinder und Jugendliche bei der Migration oder wurden vermisst.

Hinzu kommen nach Angaben der IOM zahlreiche Fälle, die nirgends registriert wurden. Auch Kinder, die in Abschiebehaft sterben, seien in dieser Zahl nicht berücksichtigt.

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Zwischen USA und Mexiko: Gefahr am Rio Grande

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Die IOM wies auch darauf hin, dass die Zahl der Todesfälle an der Grenze zwischen Mexiko und den USA seit 2014 jährlich gestiegen sei. Mehr als 1900 Menschen seien dort in fünf Jahren ums Leben gekommen.

Wie groß die Gefahren für junge Migranten sind, hatte zuletzt ein Bild von der Grenze zwischen den USA und Mexiko der Welt drastisch vor Augen geführt. Das Bild zeigt nach Medienberichten die Leichen eines jungen Mannes aus El Salvador und seiner knapp zweijährigen Tochter am Ufer des Rio Grande. Laut einem Bericht der mexikanischen Zeitung "La Jornada", die das Bild zuerst veröffentlichte, hatten der etwa 25-jährige Mann und seine 21 Jahre alte Frau versucht, mit ihrer Tochter den Grenzfluss zu überqueren, um von Mexiko aus nach Texas zu gelangen. Medienberichten zufolge wanderte die junge Familie wegen Armut und Perspektivlosigkeit aus.

als/dpa
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