Bürgerkrieg Uno meldet 68 getötete Zivilisten im Jemen
Zerstörung nach Luftangriff im Jemen
Foto: ARHAB/ EPA-EFE/ REX/ ShutterstockIm Jemen sind nach Angaben der Uno bei zwei Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition 68 Zivilisten getötet worden. Die beiden Attacken am Dienstag hätten sich gegen Ziele in der südwestlichen Provinz Taes sowie der Provinz Hodeida am Roten Meer gerichtet, teilte ein Uno-Hilfskoordinator im Jemen mit.
Bei dem Luftangriff auf einen Markt in Taes seien 54 Zivilisten getötet und 32 weitere verletzt worden. Unter den Todesopfern seien auch acht Kinder. Der zweite Angriff in Hodeida habe 14 weitere Zivilisten getötet, die alle zu einer Familie gehörten. Über den Angriff in Taes hatten am Mittwoch bereits die jemenitischen Behörden informiert, allerdings niedrigere Opferzahlen genannt.
Im Jemen kämpfen die Truppen des nach Saudi-Arabien geflohenen sunnitischen Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi gegen die von Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt Hadis Truppen.
Der Stellvertreterkrieg dauert seit 2014, ein Sieg ist für keine der Konfliktparteien in Sicht. Auch darum wird der Konflikt mittlerweile als "saudi-arabisches Vietnam" oder einfach nur noch als "dummer Krieg" (Uno-Chef Antonio Guterres) bezeichnet.
Seit dem Eintritt der von Riad angeführten Koalition in den Krieg im Jahr 2015 wurden mehr als 8750 Menschen getötet und Zehntausende verletzt. Rund 8,4 Millionen Menschen sind nach Uno-Angaben vom Hunger bedroht.