Konferenz in Marrakesch Uno-Generalsekretär Guterres wirbt für Migrationspakt

António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat in Marrakesch erneut für den Uno-Migrationspakt geworben. Alle sollten "den Wert des Paktes für ihre eigenen Gesellschaften" erkennen.
Uno-Generalsekretär António Guterres

Uno-Generalsekretär António Guterres

Foto: FADEL SENNA/ AFP

Uno-Generalsekretär António Guterres hat an die Kritiker des Uno-Migrationspaktes appelliert, sich doch noch den Leitlinien zur Bewältigung der weltweiten Migration anzuschließen.

"Ich kann nur hoffen, dass sie den Wert des Paktes für ihre eigenen Gesellschaften sehen werden und sich unserem gemeinsamen Unternehmen anschließen", sagte Guterres bei der Eröffnung der Uno-Konferenz zur Annahme des Dokuments in Marrakesch. Im Laufe des Vormittags wollte auch Kanzlerin Angela Merkel auf der Uno-Konferenz das Wort ergreifen.

Bei seiner Rede lobte Guterres die historische Vereinbarung als "inspirierend". Sie sei ein "Fahrplan, um Leid und Chaos zu vermeiden sowie Strategien zur Zusammenarbeit bereitzustellen, die uns allen nützen werden". Guterres betonte auch die Masse an Falschinformationen, die über den Pakt kursierten.

Der Uno-Migrationspakt ist die erste Vereinbarung für globale Leitlinien der Migration. Auf seiner Basis soll die internationale Zusammenarbeit verbessert werden, um stärker gegen illegale und ungeordnete Migration vorzugehen und Migration sicherer für die Menschen zu machen.

"Letztlich kann jedes Land selbst entscheiden, wie viel Migration es erlaubt"

Obwohl das Dokument ausdrücklich die geltende Souveränität der Mitgliedstaaten betont, fürchten einige Länder um ihre nationale Entscheidungshoheit. Mehrere Regierungen haben das Papier schon abgelehnt - darunter jene in Ungarn, Österreich, Polen, Tschechien, Bulgarien, Australien, der Slowakei und Israel. In Belgien zerbrach im Streit über den Migrationspakt die Koalition.

cht/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.