Uno-Resolution Weltsicherheitsrat in Korea-Frage gespalten

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Notfallsitzung zum Korea-Konflikt ohne konkrete Ergebnisse vertagt. Das Gremium wollte über Wege beraten, die zunehmende Spannungen zwischen Nord- und Südkorea abzubauen.


New York - Die Staaten im Uno-Sicherheitsrat sind uneinig über eine mögliche Resolution über die wachsenden Spannungen zwischen Nord- und Südkorea. China und Russland, die vergleichsweise enge Beziehungen zu Pjöngjang unterhalten, zeigten sich während einer Dringlichkeitssitzung am Sonntag besorgt über eine geplante Schießübung Seouls an der umstrittenen Seegrenze. Die USA hingegen unterstützten Südkorea. Jedes Land habe das Recht auf Selbstverteidigung und das dafür notwendige Training.

Uneinigkeit herrschte auch über die Frage, ob Nordkorea wegen zweier tödlicher Zwischenfälle in diesem Jahr hervorgehoben werden sollte. Die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes - laut einer Untersuchung durch ein nordkoreanisches Torpedo - und der Beschuss einer südkoreanischen Insel hatten die Beziehungen zuletzt drastisch verschlechtert.

Der kommunistische Norden warnte den Süden, erneut auf der Insel Yeonpyeong eine Artillerieübung abzuhalten. Die Reaktion werde noch härter sein als im vergangenen Monat. Damals beschossen die nordkoreanischen Streitkräfte die Insel und töteten vier Südkoreaner, zwei Zivilisten und zwei Soldaten der Marineinfanterie.

Russland hatte auf die Einberufung der Uno-Sitzung gedrungen. Moskau will den Sicherheitsrat dazu bringen, Nord- und Südkorea zu "maximaler Zurückhaltung" aufzufordern. Einige Mitglieder des Gremiums halten es aber für unfair, Pjöngjang und Seoul gleich zu behandeln, wie ein Diplomat wissen ließ.

Die Verhandlungen waren nach gut zweieinhalb Stunden abgebrochen worden, damit die Botschafter der 15 Länder Weisungen ihrer Regierungen einholen konnten. Es war das dritte Korea-Krisentreffen im laufenden Jahr und sollte wenig später wieder aufgenommen werden. Die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung unterstrich die Sorgen der Weltgemeinschaft. Vertreter Chinas und der USA bezeichneten die Situation als "extrem prekär" und sprachen von einem "Pulverfass".

can/dapd/dpa/Reuters



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werner3 20.12.2010
1. Weltsicherheitsrat in Korea-Frage unnötig gespalten...
Zitat von sysopDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Notfallsitzung zum Korea-Konflikt ohne konkrete Ergebnisse vertagt. Das Gremium wollte über Wege beraten, die zunehmende Spannungen zwischen Nord- und Südkorea abzubauen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,735557,00.html
... denn in beiden Fällen liegt das Recht und die Wahrheit wohl eher bei Nordkorea. Merkwürdig einseitige Darstellung in beiden Fällen. *Der Topedofall:* 65 der 74 Mitglieder der südkoreanischen gemeinsamen zivil-militärischen Untersuchungsgruppe arbeiten für das südkoreanische Verteidigungsministerium oder sind eng verbundene Denkfabriken und Institutionen. Einer der beiden Vorsitzenden ist Pak Chǒng-I, ein Dreisternegeneral, der nach Veröffentlichung des Berichts befördert wurde und einen vierten Stern bekam. 21. Juli 2010: Seunghun Lee, Professor für Physik an der Universität von Virginia und J.J. Suh, Direktor für Koreastudien an der John Hopkins Universität, stellten vorletzte Woche in Tokio ihre Analyse des Untersuchungsberichts vor. Die Wissenschaftler haben ihn zerpflückt, sie halten ihn für widersprüchlich, falsch und ein Machwerk. Sie kamen zum Ergebnis, die Cheonan wurde nicht durch einen Torpedo getroffen und verlangen deshalb eine neue Untersuchung, die so umfassend, objektiv und wissenschaftlich wie möglich sein muss. Seunghun Lee unterstellt den Ermittlern, sie hätten die Resultate von Materialuntersuchungen am Wrack gefälscht. Die Schäden am Boot zeigten, es war keine Explosion im Schiff und auch kein Treffer durch ein Unterwassergeschoss. Er fragte ferner, warum die Farbe der handgeschriebenen koreanischen Markierung "Nummer 1" frisch sei, die von einem Filzstift stammt, der in Nordkorea gar nicht erhältlich ist, während der Lack des Torpedopropellers daneben völlig verwittert sei. Dies sehe nach einer nachträglichen Manipulation aus, um Nordkorea zu verdächtigen. *"Die Regierung lügt wenn sie sagt, das wurde im Wasser gefunden. Ich denke das ist etwas was sie aus einem Lager mit altem Material hervorgeholt haben, um es der Presse zu zeigen." "Bis die südkoranische gemeinsame Untersuchungsgruppe (JIG) die internationale Gemeinschaft der Wissenschaftler über die Echtheit ihrer Angaben überzeugt, kann ihre offizielle Schussfolgerung, ein Torpedo hat die Cheonan versenkt, verworfen werden"* (http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/07/die-cheonan-wurde-nicht-von-einem.html)
werner3 20.12.2010
2. Weltsicherheitsrat in Korea-Frage unnötig gespalten...
Zitat von sysopDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Notfallsitzung zum Korea-Konflikt ohne konkrete Ergebnisse vertagt. Das Gremium wollte über Wege beraten, die zunehmende Spannungen zwischen Nord- und Südkorea abzubauen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,735557,00.html
... denn in beiden Fällen liegt das Recht und die Wahrheit wohl eher bei Nordkorea. Merkwürdig einseitige Darstellung in beiden Fällen. *Der Beschuß-Fall* Hierzu ist zunächst ein Blick *auf die Karte mit den Demarkationslinien * (http://1.bp.blogspot.com/_MAIDScDNy6I/TOwq7QYNpII/AAAAAAAAGPs/sXXfj8RVN8I/s1600/KoreaSeegrenze.JPG) absolut unverzichtbar, um Nordkoreas Empfindlichkeit zu verstehen. Die grüne *»Nothern Limit Line«* ist das Resultat der Machtverhältnisse in der UNO zum Ende des Koreakrieges 1953, als die USA die junge UNO nocht total beherrschten. Kein Staat würde sich ein deratiges Grenzdiktat heute gefallen lassen. Es ist ein perfides Diktat, das heute für Provokationen sehr gut geeignet ist. China und Rußland sollten diese Linie nicht mehr anerkennen und das der UNO mitteilen, da sie Provokationen geradezu befördert. Es wird Zeit, daß endlich der Koreakrieg offiziell per Friedensvertrag beendet wird und die Seegrenzen und Inselverteilungen neu geregelt werden. Sie bevorzugen Südkorea in nicht zu rechtfertigender Weise. Und nun das: *Reuters bestätigt, Südkorea hat zuerst geschossen!* (http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/11/die-andere-seite-des-korea-konflikt.html) Pyongyang warnte zuerst den Süden, die tagelangen militärischen Manöver an der Grenze zu beenden, wie südkoreanische Offizielle selber zugeben. 70'000 südkoreanische Soldaten plus einige amerikanische "Berater" nahmen daran teil. Als Seoul sich weigerte und damit begann Artillerie ins umstrittene und von beiden Staaten beanspruchte Gebiet zu feuern, erwiderte der Norden mit dem Beschuss der kleinen Insel Yeonpyeong.
werner3 20.12.2010
3. Südkorea und die USA treiben die Sache zu weit
Zitat von sysopDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Notfallsitzung zum Korea-Konflikt ohne konkrete Ergebnisse vertagt. Das Gremium wollte über Wege beraten, die zunehmende Spannungen zwischen Nord- und Südkorea abzubauen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,735557,00.html
*Jetzt versenkt Südkorea bereits chinesische Fischtrawler und tötet dabei Chinesen* (http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/12/sudkorea-greift-chinesisches.html), und das Ganze 72! Meilen von der Küste. Nicht der Südkoreanischen Küste. Nein - der Nordkoreanischen! Will Südkorea Krieg mit China? Den Großen Buder an der Seite den starken Mann spielen? Oder machen Sie das als Marionette im Auftrage der USA? Ich stelle mir vor, Russland und China wären im Sicherheitsrat keine Vetomächte. Nicht auszudenken.
kaktebenestydno 20.12.2010
4. Altes Dilemma
Solange das Gremium Nordkorea nicht eindeutig verurteilt, wie es auch schon z.B. der russische Außenminister gegenüber dem nordkoreanischen Kollegen getan hat, ist sowieso alles Käse. Es scheint aber, dass hier das "Gesichtswahrungsspielchen" läuft. Falls sich bewahrheitet, dass NK wieder Inspekteure zulässt und seine Brennstäbe verkauft (12.000?), ist die Sache sowieso durch. Da wird jetzt halt noch ein wenig mit den Säbeln gerasselt, aber NK hat anscheinend schon eingesehen, dass es nicht weit kommt. Insofern sollten auch die Amerikaner die Luft rauslassen.
kaktebenestydno 20.12.2010
5. Was sind das für grässliche Quellen?
Zitat von werner3*Jetzt versenkt Südkorea bereits chinesische Fischtrawler und tötet dabei Chinesen* (http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/12/sudkorea-greift-chinesisches.html), und das Ganze 72! Meilen von der Küste. Nicht der Südkoreanischen Küste. Nein - der Nordkoreanischen! Will Südkorea Krieg mit China? Den Großen Buder an der Seite den starken Mann spielen? Oder machen Sie das als Marionette im Auftrage der USA? Ich stelle mir vor, Russland und China wären im Sicherheitsrat keine Vetomächte. Nicht auszudenken.
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