31 Fälle Uno leitet Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs ein

Die Vereinten Nationen gehen gegen sexuellen Missbrauch durch eigene Mitarbeiter vor: Nach Dutzenden neuen Anschuldigungen wurden jetzt formelle Ermittlungen eingeleitet.

Generalversammlung der Vereinten Nationen
AP

Generalversammlung der Vereinten Nationen


Die Vereinten Nationen gehen neuen Vorwürfen über sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen nach. Von Juli bis September seien 31 neue Fälle gemeldet worden, teilte die Uno am Freitag in New York mit. In dem Dreimonatszeitraum seien 14 formelle Ermittlungen eingeleitet worden, die anderen Fälle würden noch geprüft.

Knapp die Hälfte der bekannt gewordenen Fälle betreffe Mitarbeiter des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Zwölf weitere Vorwürfe seien gegen Mitarbeiter von Uno-Friedensmissionen im Ausland erhoben worden.

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres (Archivbild)
DPA

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres (Archivbild)

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres sei "enttäuscht und traurig, dass diese Vorgänge weitergehen", sagte sein Sprecher Stephane Dujarric. Guterres hatte den Kampf gegen sexuelle Übergriffe in der Organisation zu einer der Prioritäten seiner Amtszeit erklärt. Zuvor waren Uno-Blauhelme unter anderem in der Zentralafrikanischen Republik der Vergewaltigung und anderer Sexualdelikte beschuldigt worden. Die Organisation soll dieVorwürfe zunächst vertuscht haben, statt sie aufzuarbeiten.

mja/dpa



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