Wegen Raketentests Uno-Sicherheitsrat beschließt Sanktionen gegen Nordkorea

Die Vereinen Nationen erhöhen weiter den Druck auf Pjöngjang: Nach dem jüngsten Raketentest hat der Sicherheitsrat die Strafmaßnahmen gegen das Land nochmals verschärft.
Uno-Sicherheitsrat in New York (Archivbild)

Uno-Sicherheitsrat in New York (Archivbild)

Foto: AFP

Der von den USA vorgelegte Entwurf wurde einstimmig angenommen: Der Uno-Sicherheitsrat hat härtere Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an das Land werden mit dem Votum der 15 Ratsmitglieder weiter begrenzt.

Statt der ursprünglich ab 1. Januar 2018 erlaubten zwei Millionen Barrel jährlich sind damit nur noch 500.000 Barrel dieser Erzeugnisse pro Jahr erlaubt.

Grund für die Strafmaßnahmen ist der jüngste Raketentest Pjöngjangs: Ende November feuerte das Regime eine Interkontinentalrakete ab. Südkorea bestätige später, dass diese sogar Washington erreichen könnte.

Die Resolution enthält auch ein Exportverbot auf Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte, Maschinen, elektrische Geräte, Erde, Gesteine und Holz sowie auf Schiffe. Anderen Ländern wird untersagt, Industriemaschinen, Transportfahrzeuge, Eisen, Stahl und andere Metalle an Pjöngjang zu verkaufen.

Das höchste Uno-Gremium hatte erstmals 2006 Sanktionen gegen Nordkorea verhängt und diese zuletzt im September verschärft. Wirkung gezeigt hat bisher keine dieser Strafmaßnahmen.

mho/dpa/Reuters
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